farbiger Gummiball und Klötze auf einer Waage

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben

Ob gleich nach dem Mutterschaftsurlaub, nach Abschluss der Familienplanung oder wenn das jüngste Kind in den Kindergarten kommt - für die meisten Mütter ist es heute selbstverständlich, früher oder später wieder ins Berufsleben einzusteigen. 2015 waren in der Schweiz fast 80 Prozent der Mütter berufstätig, vier von fünf dieser Frauen arbeiteten in einem Teilzeitpensum. Mit der Frage, wie Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen sind, ist also ein Grossteil der Schweizer Mütter konfrontiert. Viele machen die Erfahrung, dass dies an manchen Tagen ein Kinderspiel, an anderen eine spannende Herausforderung, zuweilen aber auch fast schon eine Überforderung ist. Lesen Sie mehr zu diesem Thema:

Linksammlung "Karriereplanung"

Newsticker

Kind und Karriere | 25.11.2019

Die ersten Ergebnisse der Erhebung zu Familien und Generationen 2018 des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen: Die gewünschte Kinderzahl der jungen Erwachsenen ist stark vom Modell mit zwei Kindern geprägt. Gut 60% der kinderlosen Frauen und Männer zwischen 20 und 29 Jahren wünschen sich zwei Kinder. Nur 9% dieser jungen Erwachsenen wollen keine Kinder und lediglich 4% möchten nur ein Kind. Wunsch und Realität liegen betreffend Anzahl Kinder allerdings deutlich auseinander. Bei den 50- bis 59-Jährigen haben nur knapp 40% zwei Kinder. Rund ein Viertel ist kinderlos und knapp ein Sechstel hat ein Kind. Am häufigsten bleiben Frauen mit einem Tertiärabschluss kinderlos (30%). Ein Grund, weshalb Akademikerinnen häufiger hinter ihrem Kinderwunsch zurückbleiben, könnte die schwierige Vereinbarkeit von Kindern und Karriere sein. Bei gut zwei Drittel der Familien werden die Kinder regelmässig familienergänzend betreut. Am häufigsten greifen die Eltern dabei auf das Umfeld, insbesondere auf die Grosseltern zurück. Deutlich weniger verbreitet sind Tagesmütter bzw. Tageseltern (6%) sowie Nannys, Au-Pairs und Babysitter (5%).

Berufstätige Mütter heute | 06.12.2017

Die Erwerbstätigkeit von Müttern in Paarhaushalten mit Kindern unter 4 Jahren hat sich in der Schweiz seit 1980 beinahe verdreifacht (Studie: Social Change in Switzerland). Die stärkste Zunahme zeigt sich in den französischsprachigen Kantonen, im Wallis etwa hat sich der Anteil der Berufstätigen unter den jungen Müttern von 18 Prozent in den 1980er-Jahren auf 69 Prozent in den Jahren 2010 bis 2014 erhöht. In der gesamten Schweiz gilt heute: Je mehr Kinder eine Frau hat, desto geringer ist ihr ausserhäusiges Arbeitspensum. Früher machte das kaum einen Unterschied. Dagegen spielt der Zivilstand – verheiratet oder alleinerziehend - für die Erwerbstätigkeit heute eine geringere Rolle als vor 40 Jahren. Deutlich ist die Veränderung unter Berücksichtigung der Nationalität: In den 80er-Jahren waren unter den Müttern weniger Schweizerinnen als Ausländerinnen erwerbstätig, heute ist das eher umgekehrt.

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