BegriffDefinition
AbrasioAusschabung der Gebärmutterhöhle zur Diagnose oder bei Abort
AbruptioSchwangerschaftsabbruch
Abruptio placentaevorzeitige Ablösung des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand
AbususMissbrauch (von Medikamenten, Drogen, Genussmitteln)
Abdomen
Ablatio placentae
Abort
Abortus imminens
AcetylcholinesteraseEnzym, das zusammen mit AFP zur pränatalen Erfassung von Neuralrohrdefekten eingesetzt wird
ACTH-TestZur Überprüfung der Nebennierenfunktion. Es wird ein Medikament gespritzt und anschließend verschiedene Hormone bestimmt. Man möchte damit bestimmt Enzymdefekte in der Nebeniere nachweisen (AGS)
Adenomyosis uteriKrankhafte Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), wobei diese in die darunter liegende Muskulatur (Myometrium) vorwuchert. es handelt sich dabei um eine spezielle Form der Endometriose
AdhäsiolyseOperatives Lösen von Verwachsungen, meist mittels einer Laparoskopie, um die durch die Adhäsionen verursachten Beschwerden und Funktionsstörungen wie Sterilität zu beseitigen.
AdhäsionenNarbengewebe, das sich nach Entzündungen, operativen Eingriffen oder Blutungen und bei Endometriose bilden und in Form von Verwachsungen Funktionsstörungen innerer Organe verursachen kann. Adhäsionen im Bereich der Eileiter und Ovarien können zur Sterilität führen
AdipositasÜbergewicht
Adnexemit der Gebärmutter verbundene Teile des weiblichen Geschlechtsorganes; die Eierstöcke (Ovarien) und die Eileiter (Tuben)
Aerosoledurch Vernebelung von Arzneistoffen hergestellte medizinisch wirksame Gase
AFPs. Alpha-Fetoprotein
AFP plus-TestDreifachtest zum Screening v. a. auf das Down-Syndrom
AGSAdrenogenitales Syndrom. Ein Enzymdefekt bewirkt, dass nicht ausreichend Cortisol produziert werden kann. Dadurch fallen vermehrt Vorstufen des Cortisols an, diese sind meist androgen wirksam
AIDSerworbenes Immundefektsyndrom (acquired immune deficiency syndrome) infolge einer Infektion mit dem HI-Virus
AKs. Antikörper
Akrosomhaubenähnliche Struktur, die die vordere Hälfte des Kopfteils des Spermiums umgibt.
ALBs. Albumin
Albuminmengenmässig wichtigstes Eiweiss im Blut
Alkoholembryopathieangeborene Erkrankung des Kindes durch übermässigen Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft
Alpha-Fetoprotein (AFP)wichtiger embryonaler Eiweissbaustein
AmenorrhoeAusbleiben der Regelblutung über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten
AminosäurenEiweissbausteine
AmnionAuskleidung der Amnionhöhle (Fruchtsack) und Produktionsort des Fruchtwassers
AmnioskopieFruchtwasserspiegelung
Amniotomiekünstliche Blasensprengung
AmniozentesePunktion der Fruchthöhle zur Entnahme von Fruchtwasser
Ampulleder weite Teil der Tube, also der Auffangmechanismus für die Eizelle beim Eisprung
AnaemieBlutarmut, v.a. durch Verminderung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und des Blutfarbstoffs Hämoglobin
AnaesthesieUnempfindlichkeit auf Schmerzreize
AnalgesieAufhebung der Schmerzempfindung
AnamneseVorgeschichte einer Krankheit, eines Kranken
AndrogeneMännliche Hormone
AndrologieWissenschaft der für das männliche Fortpflanzungssystem spezifischen Störungen, wie Unfruchtbarkeit und sexuelle Fehlfunktionen.
Anenzephalieschwerste angeborene Gehirnfehlbildung, bei der das Grosshirn nicht angelegt ist
AnomalieFehlbildung, Abweichung von der Norm
AnovulationAusbleiben des Eisprungs. Unter Anovulation kann keine Konzeption stattfinden. In anovulatorischen Zyklen findet kein Eisprung statt. Die Zyklusdauer kann regulär, verlängert und verkürzt sein. Häufig ist die Anovulation auch mit einer Oligomenorrhoe oder Amenorrhoe verbunden
ante partumvor der Geburt
Anti-D-GlobulinRhesus-Antiserum
AntibiotikaStoffe, die das Wachstum von Mikroorganismen (z.B. Bakterien) hemmen oder zerstören können
AntidepressivaMedikamente zur Behandlung einer Depression
AntiepileptikaMedikamente zur Verhinderung oder Abschwächung epileptischer Krampfanfälle
Antigeneine für den Organismus fremde und giftige Substanz
AntihistaminikaMedikamente zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und bestimmten Allergien
AntikoagulantienStoffe, welche die Blutgerinnung hemmen
Antikonvulsivas. Antiepileptika
AntikörperEiweisse zur Markierung und Abwehr von fremden und körpereigenen feindlichen Stoffen (Antigenen)
AntimykotikumMedikament gegen eine Pilzinfektion (z.B. Soor)
AnusDarmausgang
APDabdominaler anterior-posteriorer (quer vom Rücken zum Bauch-) Durchmesser
Apgar-Wertdie sich aus der Zustandsbewertung des Neugeborenen ergebene Punktzahl (zwischen 0 und 10)
ApnoeAtemstillstand
AreolaWarzenhof um die Brustwarze
ARTAssisted Reproduction Techniques (assistierte Befruchtung)
ASDVorhofseptumdefekt (Herzfehlbildung)
Aspermiekein Ejakulat trotz Orgasmus
assistierte Befruchtungalle medizinischen Verfahren der künstlichen Befruchtung
AsthenozoospermieBegriff aus dem Spermiogramm: zu geringe Beweglichkeit der Spermien
ATDabdominaler transversaler querer Bauchdurchmesser des Feten
Atemnotsyndromdurch die Unreife des Lungengewebes bedingte Atemwegserkrankung bei Neugeborenen (auch "Syndrom der hyalinen Membranen" genannt)
AUAbdomen-(Bauch)Umfang
AuskultationAbhören der Herztöne mit einem Stethoskop
Autoantikörpergegen das eigene Körpergewebe gerichtete Antikörper. Grundlage vieler sog. Autoimmunerkrankungen (z. B. Rheuma)
AutoimmunstörungenKrankheiten, die krankmachende Antikörper gegen den eigenen Organismus richten
autosomal-dominantVererbungsweg, bei dem ein erkranktes Elternteil entweder sein gesundes oder sein verändertes Gen an das Kind weitergibt. Im ersten Fall ist das Kind gesund, im zweiten von der Krankheit betroffen. Das Wiederholungsrisiko beträgt also 50 Prozent. Autosomal-dominante Erbkrankheiten entstehen allerdings auch häufig "spontan", d.h. die Veränderung im Erbmaterial (Genmutation) tritt beim Kind zum ersten Mal auf.
autosomal-rezessivVererbungsweg, bei dem beide (gesunde) Eltern ein gesundes und ein verändertes Erbmerkmal haben, wovon sie nur eines an das Kind weitergeben. Bei ca. einem Viertel der Kinder kommen so zwei veränderte Merkmale zusammen, was bedeutet, dass eine Erbkrankheit erkennbar werden kann.
Autosomenalle Chromosomen ausser den Geschlechtschromosomen
AzoospermieFehlen von Spermien im Ejakulat