Zwei Kinder baden im See
Kind | Beschwerden | Komplikationen

Entenflöhe, Zerkarien, Badedermatitis

Experten-Tipp unserer Apothekerin Adrienne Surbek

Warme Temperaturen, der Sommer lockt zum Baden. Wer bei Wassertemperaturen von rund 23 Grad in einem seichten See badet und danach von einem juckenden Hautausschlag geplagt wird, hat wahrscheinlich Entenflöhe. Diese Stiche jucken zwar arg, der Ausschlag kann ausgeprägt sein, ist aber ungefährlich. Die Badedermatitis wird von frei schwimmenden Larven, in der Fachsprache Zerkarien genannt, verursacht.

Entenflöhe sind eigentlich gar keine Flöhe, auch wenn sie wie Flöhe eine sehr unangenehme Wirkung in und auf der Haut verusachen. Sie sind Larven von Entenparasiten. Bei wärmeren Wassertemperaturen schwärmen diese aus und suchen Wasservögel als ihren Endwirt. Auf der Suche treffen sie manchmal auf badende Menschen und versuchen, unter deren Haut einzudringen. Bei diesem Prozess sterben die Larven jedoch in der Haut ab und dies löst bereits kurz nach dem Baden heftigen Juckreiz aus. Spätestens nach ungefähr zwei Wochen verheilt der Hautauschlag.

Wie vermeiden Sie eine Badedermatitis und was hilft dagegen?

  • Vermeiden Sie seichtes Wasser, schwimmen Sie allenfalls schnell in tiefere Gewässer.
  • Duschen Sie sich nach dem Baden gründlich ab, trocknen Sie sich und ersetzen Sie nasse Badekleider durch trockene.
  • Sollte nach dem Baden ein Juckreiz auftreten, sollten Sie das Kratzen unbedingt vermeiden, um weiteren Entzündungen vorzubeugen.
  • Juckende Stiche mit einem antiallergischen, lokalanästhesierenden und kühlenden Gel wie bei Mückenstichen behandeln.
  • Ausgeprägte Hautausschläge können auch mit einer leichten Cortison-haltigen Creme behandelt werden, so dass die Entzündung schneller abheilt.


Letzte Aktualisierung : 06-06-18, AS

loading