Babys erstes Spielzeug: die Becherpyramide

Spielen & Fördern

Newsticker

Online-Anziehspiele | 13.10.2016

Online-Games, in denen sich alles um das Aussehen und Zurechtmachen für ein „Date“ dreht, sind nach einer englischen Studie schlecht für die Entwicklung junger Mädchen. Denn schon nach nur zehn Minuten mit einer virtuellen Anziehpuppe waren Grundschülerinnen in einer Befragung mit ihrem eigenen Körper nicht mehr zufrieden und wünschten sich eine schlankere Figur. Das ist bedenklich, da Mädchen, die in jungen Jahren mit ihrem Körper unzufrieden sind, eher langfristig Probleme haben. Das Risiko von geringem Selbstwertgefühl, Essstörungen und Depression ist erhöht. Die Forscher kritisieren allgemein, dass kleine Mädchen zu oft Schlankheits-Botschaften ausgesetzt sind.

Vorzeitig in den Kindergarten? | 24.08.2016

Eltern können ihre Kinder schon früher in den Kindergarten schicken, sofern sie dies als sinnvoll erachten. 2010 waren es im Kanton Zürich über 6 Prozent. Aber fast jedes vierte vorzeitig eingeschulte Kind musste bis zum Ende der 3. Klasse eine Jahr repetieren. Und bis zu 90 Prozent der früh eingeschulten Repetenten besuchen im Kanton ein 3. Kindergartenjahr. Die „Zurücksetzung“ kann negative Auswirkungen haben: Viele Wiederholer fühlen sich wegen des zusätzlichen Schuljahres minderwertig und schliessen die Schule deutlich häufiger in einem Schultyp mit geringeren Anforderungen ab im Vergleich zu Kindern, die niemals wiederholen mussten. Mehr zum Thema "Schulreife"...

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Babys brauchen Bewegungsfreiheit: Bewegung unterstützt bei Babys die Gehirnentwicklung, trainiert seine Sinne und seine Wahrnehmung. Krabbeldecken werden deshalb von Fachleuten empfohlen. Hier kann das Baby auch auf dem Bauch liegen. Ebenfalls gut ist die Fliegerhaltung. Dabei liegt das Kind mit dem Bauch auf einem Unterarm von Mama oder Papa, die andere Hand legt man zur Stabilisierung auf den Rücken des Babys, was die Rückenmuskulatur stärkt und den Gleichgewichtssinn fördert. Sitzschalen oder Wippen schränken den Bewegungsdrang ein und sollten ausschliesslich für den Transport benutzt werden.

Draussen spielen für gute Augen: Warum Kurzsichtigkeit (Myopie) entsteht, ist noch nicht ganz geklärt. Fest steht: Kurzsichtigkeit ist eng mit dem Bildungsstand verknüpft. Lesen strengt die Augenmuskeln an, was den Augapfel zum Längenwachstum anregt. Helles Licht fördert dagegen die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut und verhindert dies. Der Aufenthalt im Freien wirkt nachweislich bei Kindern einer Kurzsichtigkeit entgegen. In Innenräumen werden meist nicht mehr als 500 Lux erreicht, im Freien dagegen an sonnigen Tagen etwa 10.000 Lux sogar im Schatten. Kurzsichtigkeit lasse sich nach Expertenmeinung möglicherweise verhindern, wenn Kinder täglich etwa drei Stunden im Freien spielen.

Videospiele sind nicht grundsätzlich schlecht: Videospiele können durchaus einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Oxford mit rund 5.000 10- bis 15-Jährigen. Ausgehend von der täglichen Video-Spielzeit wurden Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, Verhältnis zu Gleichaltrigen, Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Menschen sowie Ausmass an Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit beurteilt. Junge Menschen, die weniger als eine Stunde pro Tag mit Videospielen verbrachten, waren ausgeglichener als jene, die gar nicht spielten. Diese Gruppe hatte weniger Probleme mit emotionalen Themen und war seltener hyperaktiv.

Immer barfuss aufs Trampolin: Eltern sollten darauf achten, dass Kinder immer ihre Schuhe ausziehen, bevor sie auf ein Trampolin steigen. Das minimiert die Verletzungsgefahr, vor allem wenn mehrere Kinder gleichzeitig hüpfen. Trampoline sind ein tolles Spielgerät und schon in vielen Gärten zu finden, aber ungefährlich sind sie nicht. Immer wieder ziehen sich Kinder komplizierte Knochenbrüche vor allem an Ellenbogen und Unterschenkeln zu. Eltern sollten auch Bälle auf dem Trampolin verbieten. Die Gefahr ist gross, auf den Ball zu springen, die Folge ist dann häufig eine Verstauchung oder sogar ein Bänderriss.

Kinetischer Sand: Sändele auch bei schlechtem Wetter? Der sogenannte Mondsand ist weder trocken noch nass. Er krümelt nicht, verteilt sich nicht, klebt nicht und lässt sich wunderbar kneten. Das Produkt ist konform den Spielzeugrichtlinien produziert und frei von Konservierungsstoffen. Das Geheimnis von Kinetic Sand ist ein Bindemittel (Polydimethylsiloxan, PDMS). Zu beachten ist: Wie bei jedem Sand besteht die Gefahr des Verschluckens. Deshalb ist kinetischer Sand erst ab 3 Jahren zugelassen. Eine weitere mögliche Gefahr stellt das Bindemittel dar. Bei Siloxanen gibt es Hinweise auf Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Unangenehmer Geruch könnte auf Produktionsfehler, schlechte Qualität oder Verunreinigungen deuten. Dann sollte das Produkt reklamiert werden.

Musikalische Förderung ist gut für Lesen und Schreiben: Eine Studie der Universität Giessen hat den Zusammenhang zwischen musikalischen und sprachlichen Fähigkeiten untersucht. Vorschulkinder wurden mit einem Musik-,  einem Sprach- und einem Bewegungsprogramm trainiert. Nach fünf Monaten zeigten sowohl die Kinder im Sprachprogramm als auch die Kinder im Musikprogramm deutlich bessere Leistungen im Reimen und Silbensegmentieren. Die Kinder im Bewegungsprogramm hatten sich nicht verbessert. 

Puzzles fördern mathematische Fähigkeiten: Was eine Studie in den USA jetzt ergab, wissen Eltern schon lange: Puzzle spielen fördert die räumliche Vorstellungskraft von Kindern zwischen zwei und vier Jahren, sowohl bei Knaben als auch bei Mädchen. Jedoch spielten Jungen mit komplizierteren Puzzles als Mädchen. Wahrscheinlich deshalb haben Jungen bei einer Aufgabe, in der die mentale Umformung getestet wurde, besser abgeschnitten. Eine gute räumliche Vorstellungskraft macht sich später im Mathematikunterricht bemerkbar. Zudem entlastet schnelles, räumliches Denken das Gedächtnis.