Reisen mit Kindern: Mit dem Flugzeug

Reisen mit Kindern

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Fernreisen mit Kleinkindern? | 05.05.2017

Kinderärzte raten Eltern, vor einer Reise in die Tropen eine reisemedizinische Beratung beim Kinderarzt wahrzunehmen. Vielen Eltern sei nicht bewusst, welchen Gefahren sie ihre Kinder in bestimmten Regionen aussetzen. Vor allem für Babys und kleine Kinder wird von Reisen in Malariagebiete grundsätzlich abgeraten, weil Malaria bei Kleinkindern oft schwer und untypisch verläuft. Hochrisiko-Malariagebiete sind auf den indonesischen Sunda-Inseln östlich von Lombok bis Papua-Neuguinea und in Ost-, West- und Zentralafrika. Ist die Reise mit kleinen Kindern aus beruflichen oder familiären Gründen unvermeidbar, sollten auch Säuglinge und Kleinkinder in Gebieten mit entsprechendem Risiko eine Malaria-Prophylaxe einnehmen. Das ist bereits ab einem Körpergewicht von 3 kg oder Alter von drei Monaten möglich.

Urlaubsimpfungen | 05.08.2016

Schon bei der Auswahl des Reiseziels sollte man die Bedürfnisse von Kindern beachten. Für Kleinkinder sind Länder mit sehr heissem Klima eine gesundheitliche Belastung, hinzu kommt die hohe UV-Strahlung (Hautkrebsrisiko). Die hygienischen Bedingungen können in einem nicht so weit entwickelten Land selbst  in einem 5-Sterne-Hotel grenzwertig sein. Fachleute meinen deshalb: Tropische Reiseziele, v.a. solche mit Risiko für Malaria, sollten von Eltern mit Babys und Kleinkindern von vornherein gemieden werden. Generell ist Impfschutz wichtig. Wer „südlich von Rom" seinen Urlaub verbringt, sollte sich gegen Hepatitis A impfen lassen. Zecken-Impfschutz (FSME) wird empfohlen v.a. für Teile Süddeutschlands, Österreichs, Sloweniens, Ungarns und Tschechiens. Für Spanien, Frankreich und England kann eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll sein, weil es dort eine erhöhte Antibiotika-Resistenz gibt.

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Reisekranke Kinder in die Mitte: Die Reisekrankheit tritt auf, weil das Gehirn unterschiedliche Informationen von den Augen und dem Gleichgewichtsorgan im Ohr aufnimmt. Von der Mitte des Auto-Rücksitzes können Kinder durch die Frontscheibe in Fahrtrichtung sehen, was gegen Schwindel und Übelkeit helfen kann. Auch sollten die betroffenen Kinder während Autofahrten keine Bilderbücher ansehen, lesen oder mit ihrem Gameboy spielen. Wichtig sind häufige Pausen an der frischen Luft.

Tipps für Start und Landung: Rechtzeitig zur Flugreisesaison erinnern Kinderärzte daran, dass Kleinkinder bei Start und Landung zum Druckausgleich in den Gehörgängen wach sein sollten. Saugen am Schnuller oder an Mamas Brust, aber auch Schreien und Weinen erleichtern die Anpassung des Ohres. Ältere Kindern sollen Kaugummi kauen und viel trinken, was sowieso wegen der trockenen Kabinenluft anzuraten sei. Bei einer Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung sollten Kinder besser nicht fliegen. Es kann zu bleibenden Gehörschäden kommen.