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                              Wie Kin­der ein ge­sun­des Ess­ver­hal­ten ent­wi­ckeln

                              7 Ge­wohn­hei­ten für den Fa­mi­li­en­all­tag

                              7 Ge­wohn­hei­ten für ein ge­sun­des Ess­ver­hal­ten von Kin­dern


                              Sind dei­ne El­tern „so Chörn­li-Pi­cker“, frag­te mich mein ers­ter Freund, nach­dem er das ers­te Mal bei uns am Fa­mi­li­en­tisch mit­ge­ges­sen hat­te.

                              Ich ver­stand die Fra­ge nicht. Wel­che Kör­ner? Es gab doch ge­dämpf­tes Ge­mü­se mit He­fe­flo­cken.

                              Mir wur­de das Be­wusst­sein für ge­sun­de Er­näh­rung in die Wie­ge ge­legt. Bio war Pflicht, eine Mi­kro­wel­le der End­geg­ner und ein Löf­fe­li Man­del­pü­ree als Nach­tisch das höchs­te der Ge­füh­le. Auch wenn ich das Chörn­li-Pi­cke­rin­nen-Da­sein zeit­wei­se un­cool fand, bin ich froh um die be­wuss­te und ge­sun­de Er­näh­rungs­kul­tur, die mich präg­te.

                              Kin­der spei­chern das Ess­ver­hal­ten, wel­ches ih­nen vor­ge­lebt wird, un­re­flek­tiert als „na­tür­lich“ ab. Wenn wir als El­tern also ge­sund, aus­ge­wo­gen und im bes­ten Fall mit Freu­de es­sen, hel­fen wir da­mit un­se­ren Kin­dern, ein eben­falls ge­sun­des Ess­ver­hal­ten zu ent­wi­ckeln.

                              Bäm! Uns El­tern noch et­was mehr Last auf die Schul­tern ge­knallt.

                              Kei­ne Sor­ge, auch ich ken­ne die­se Don­ners­tag-Vor­mit­ta­ge, an de­nen ich um 11:45 Uhr mit Schre­cken fest­stel­le, dass in we­ni­gen Mi­nu­ten drei hung­ri­ge Kin­der in die Woh­nung stür­men wer­den und ich noch nicht ein­mal das Früh­stück vom Tisch räu­men konn­te. Auch mir rau­ben me­ckern­de Kin­der den letz­ten Fun­ken Freu­de am Ko­chen. Ich weiss, dass ins­be­son­de­re mit Klein­kin­dern selbst Fast Food manch­mal nicht „fast“ ge­nug sein kann.

                              Jetzt auch noch ein ge­sun­des Ess­ver­hal­ten vor­le­ben - You Drea­mer, du!

                              Die gute Nach­richt ist, dass es auch bei uns Chörn­li-Pi­cker:in­nen die­se Tage gab, an wel­chen wir mit Papa al­lei­ne zu Hau­se wa­ren. Toast Ha­waii. Je­des Mal! Wir ha­ben sie ge­liebt. Den Papa auch. Zu ei­nem ge­sun­den Ess­ver­hal­ten dür­fen näm­lich auch un­ge­sun­de Le­bens­mit­tel ge­hö­ren.

                              Un­se­re Kin­der brau­chen sich nicht von ge­dämpf­tem Kohl zu er­näh­ren. Es geht viel­mehr dar­um, ei­nen ge­sun­den Um­gang mit Un­ge­sun­dem zu ent­wi­ckeln.

                              Die­se 7 Ge­wohn­hei­ten hel­fen da­bei, un­se­ren Kin­dern ein ge­sun­des Ess­ver­hal­ten vor­zu­le­ben:

                              Auf­klä­rung ist die bes­te Prä­ven­ti­on


                              Heisst: Dar­über re­den!

                              Las­sen wir un­se­re Kin­der doch ver­ste­hen, war­um es uns wich­tig ist, dass auch Ge­mü­se ge­ges­sen wird. Ohne Angst­ma­che­rei sol­len sie er­fah­ren, wes­halb salz­ar­me Er­näh­rung für ih­ren Kör­per gut ist und wes­halb wir uns nicht aus­schliess­lich von Süs­sig­kei­ten er­näh­ren soll­ten. Er­näh­rungs­kun­de in Kin­der­spra­che halt.

                              Ich habe für un­se­re Kin­der das Gan­ze sinn­bild­lich als Rit­ter­burg dar­ge­stellt. Die­se Burg (un­ser Kör­per) braucht En­er­gie (Koh­len­hy­dra­te), da­mit die Mau­ern ge­baut wer­den kön­nen. Salz hin­ge­gen ent­zieht dem Burg­gra­ben das schüt­zen­de Was­ser. Dann ha­ben wir ein Ab­wehr­sys­tem. Die­ses braucht Rit­ter (Vit­ami­ne), wel­che bei ei­nem An­griff (Krank­heits­er­re­ger) kämp­fen kön­nen und die Burg be­schüt­zen. Un­se­re Kno­chen be­nö­ti­gen Pro­te­ine, wie die Burg­mau­ern ih­ren Lehm, da­mit sie stark und be­last­bar blei­ben. So kön­nen Ge­schich­ten al­ler Art dazu die­nen, Kin­dern die Be­deu­tung von ge­sun­der Er­näh­rung zu er­klä­ren.

                              Wenn die Ge­schmacks­knos­pen spries­sen


                              Schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft prä­gen die Ess­ge­wohn­hei­ten der Mut­ter die Ge­schmacks­ent­wick­lung des Ba­bys. Le­bens­mit­tel, wel­che die Mama ger­ne und oft isst, wer­den spä­ter auch von ih­rem Kind be­vor­zugt.

                              Was wir un­se­ren Klein­kin­dern auf­ti­schen, prägt die Ent­wick­lung ih­res Ge­schmacks­sin­nes wei­ter. Im ers­ten Le­bens­jahr ist der kind­li­che Darm noch „un­reif“ und Salz und Zu­cker soll­ten ver­mie­den wer­den. Ver­schie­de­ne Ge­schmä­cker zu er­kun­den, för­dert hin­ge­gen die Freu­de an viel­sei­ti­gem Es­sen. So kann bei­spiels­wei­se salz­freie Ge­mü­se­brü­he zum Wür­zen ver­wen­det wer­den. Die Ge­schmacks­knos­pen wer­den ge­kit­zelt, ohne dass Ge­wür­ze dem Baby scha­den könn­ten. Auch nach dem ers­ten Le­bens­jahr tun wir gut dar­an, un­se­ren Kin­dern mög­lichst schwach ge­sal­ze­ne und we­nig ge­süss­te Le­bens­mit­tel an­zu­bie­ten.

                              So wer­den ihre Ge­schmacks­knos­pen lang­fris­tig auch mit dem „na­tür­li­chen“ Ge­schmack un­se­rer Nah­rung zu­frie­den sein.

                              Er­näh­rung ist mehr als nur Es­sen


                              Die bun­te Er­näh­rungs­py­ra­mi­de ist uns mitt­ler­wei­le wohl­be­kannt. Ge­sun­des Ess­ver­hal­ten be­ginnt je­doch weit vor der Mahl­zeit und geht vom Ein­kauf über die Zu­be­rei­tung bis zum Auf­räu­men der Kü­che. Ge­hen wir die­sen Weg doch ge­mein­sam! Viel­leicht mag ein Kind die Zu­ta­ten auf die Ein­kaufs­lis­te zeich­nen. Im Su­per­markt kön­nen die Zu­ta­ten ge­mein­sam ge­sucht oder nach lus­ti­gen Ver­pa­ckun­gen Aus­schau ge­hal­ten wer­den. Hast du den ro­ten Zwerg auf der Bouil­lon schon ge­fun­den? Ge­mein­sam den Teig kne­ten und nach dem Es­sen wie Kell­ner:in­nen die Tel­ler in die Kü­che tra­gen. Ein­mal die Zu­ta­ten­lis­te stu­die­ren. Wie viel To­ma­te ist im Ketch­up und was hat die Hüh­ner-Bouil­lon mit ei­nem Huhn zu tun?

                              All dies kann Kin­dern ein Be­wusst­sein für ge­sun­des Es­sen schen­ken.

                              Kin­der sind kon­ser­va­tiv


                              Kin­der lie­ben Ri­tua­le und Re­gel­mäs­sig­keit. Sie schen­ken ih­nen Si­cher­heit.

                              • Im­mer zum Znü­ni gibt es Ge­mü­se-Sticks mit Dip.

                              • Im­mer zum Zvie­ri darf et­was Süs­ses ge­nascht wer­den.

                              • Im­mer sonn­tags ma­chen wir ge­mein­sam Piz­za und beim La­v­abo ste­hen Be­cher, da­mit im­mer beim Hän­de­wa­schen et­was Was­ser ge­trun­ken wird.

                              Sol­che Ri­tua­le hel­fen, ge­sun­de Ess­ge­wohn­hei­ten zu kul­ti­vie­ren und un­ge­sun­den Ge­wohn­hei­ten ei­nen ge­sun­den Rah­men zu ge­ben.

                              Selbst­be­stim­mung ist nicht der Feind


                              „Es wird ge­ges­sen, was auf den Tisch kommt!“.

                              Vie­le El­tern fürch­ten sich in der Er­näh­rungs­er­zie­hung vor zu viel Selbst­be­stim­mung der Kin­der. Sonst es­sen sie ja ein­fach nach Lust und Lau­ne!

                              Aber soll­te nicht ge­nau dies un­ser Ziel sein?

                              Dass aus un­se­ren klei­nen Es­ser:in­nen Er­wach­se­ne wer­den, die spü­ren, was ihr Kör­per ge­ra­de braucht, wor­auf sie Lust ha­ben und was ih­nen gut­tut?

                              Dass sie ler­nen zu stop­pen, wenn sie satt sind und die Si­gna­le ih­res Kör­pers wahr­neh­men und da­nach han­deln kön­nen?

                              Un­ser „Bauch­ge­fühl“ wäre näm­lich auch am Ess­tisch ein gu­ter Be­ra­ter.

                              Ein ge­sun­der Kör­per lässt uns ge­nau spü­ren, was er braucht. Dar­auf ha­ben wir dann Lust.

                              Kin­der brau­chen na­tür­lich un­se­re Be­glei­tung dar­in, ih­ren „Gluscht“ mög­lichst ge­sund be­frie­di­gen zu kön­nen.

                              Aber sei­en wir ehr­lich, un­se­re el­ter­li­che Trick­kis­te gibt da­bei ei­ni­ges her:

                              „Nice­cream“ aus ge­fro­re­nen Ba­na­nen und Ka­kao bei Lust auf Glace, pü­rier­tes Ge­mü­se in der „To­ma­ten­sauce“, ge­trock­ne­te Frucht­gum­mis bei „dör­fi Gum­mi­bär­li?“ oder die salz­freie Bouil­lon an den „Salz­kar­tof­feln“.

                              Ge­mein­sa­me Mo­men­te schaf­fen


                              Es­sen soll gut­tun. Auch der Be­zie­hung.

                              Wann im­mer es der All­tag zu­lässt, kann eine Mahl­zeit zum ge­mein­sa­men Er­leb­nis ge­macht wer­den. Die Zeit am Fa­mi­li­en­tisch kann Raum zum Er­zäh­len bie­ten oder es darf auch Mal ein Spiel sein. Beim Es­sen zu spie­len, be­deu­tet nicht, mit dem Es­sen zu spie­len. Es kann bei­spiels­wei­se ein Wort in der Rei­he her­um ge­flüs­tert und über das Kau­der­welsch, das da­bei her­aus­kommt, ge­mein­sam ge­lacht wer­den.

                              So kann das Es­sen mit an­ge­neh­men Ge­füh­len ver­bun­den wer­den.

                              Me­ckern nicht per­sön­lich neh­men


                              Wenn du den Ge­mü­se­auf­lauf dei­ner Nach­ba­rin nicht magst, be­deu­tet das nicht, dass du sie nicht schätzt.

                              Bei me­ckern­den Kin­dern am Ess­tisch kann es hel­fen, sich vor Au­gen zu füh­ren, dass sie le­dig­lich das Ge­koch­te ab­leh­nen, nicht uns als El­tern. Schimp­fen wir nun das me­ckern­de Kind aus und be­schä­men wir es, kann das Fa­mi­li­en­es­sen re­gel­recht zum Kampf wer­den.

                              Merkst du sel­ber, oder? - Kein gu­ter Nähr­bo­den für ein ge­sun­des Ess­ver­hal­ten.

                              Um die­se Ab­wärts­spi­ra­le der Ge­füh­le durch­bre­chen zu kön­nen, lohnt es sich, ge­mein­sam ein Al­ter­na­tiv-Menü zu su­chen, wel­ches das Kind in die­sem Fall es­sen kann.

                              Die­ser Ar­ti­kel wur­de von swiss­mom Con­tent Crea­ti­on im Auf­trag von Knorr er­stellt. Knorr trägt die re­dak­tio­nel­le Ver­ant­wor­tung für die­sen In­halt. 

                              Letzte Aktualisierung: 15.08.2022, swissmom content creation
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