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Kann man schon in der Schwan­ger­schaft die Va­ter­schaft fest­stel­len? Und wenn ja, ab wann?

Die Va­ter­schaft kann ein­deu­tig schon sehr früh in der Schwan­ger­schaft durch eine Cho­ri­on­zot­ten-Un­ter­su­chung (Cho­ri­on­bi­op­sie) fest­ge­stellt wer­den. Da­bei wer­den dem Mut­ter­ku­chen win­zi­ge Ge­we­be­pro­ben ent­nom­men und auf Über­ein­stim­mun­gen mit dem Erb­gut des po­ten­ti­el­len Va­ters un­ter­sucht. Von die­sem muss zum Ver­gleich ge­ne­ti­sches Ma­te­ri­al (DNA) zur Ver­fü­gung ste­hen – aber ein­zel­ne Haa­re oder eine be­nutz­te Zahn­bürs­te wür­den schon aus­rei­chen.

Die­se Me­tho­de ist aber sehr auf­wän­dig, teu­er und für die Schwan­ger­schaft nicht un­ge­fähr­lich, weil durch den Ein­griff eine Fehl­ge­burt aus­ge­löst wer­den kann. Des­halb wird sie meist nur nach Ver­ge­wal­ti­gun­gen oder wenn aus an­de­ren Grün­den oh­ne­hin eine Prä­na­tal­dia­gnos­tik er­folgt, ein­ge­setzt.

Wenn die Schwan­ger­schaft auch un­ab­hän­gig von der Va­ter­schaft aus­ge­tra­gen wer­den soll, ist eine Be­stim­mung nach der Ge­burt an­hand von Blut­pro­ben sinn­vol­ler. Da­bei wer­den Merk­ma­le un­ter­sucht, die auf den ro­ten und in den weis­sen Blut­kör­per­chen und in der Blut­flüs­sig­keit ent­hal­ten sind. Ers­te Hin­wei­se kann be­reits ein Ver­gleich der Blut­grup­pen von Mut­ter, Kind und mög­li­chem Va­ter er­ge­ben. Ist das Er­geb­nis nicht ein­deu­tig, wird mit auf­wän­di­ge­ren Me­tho­den wei­ter un­ter­sucht.

Letzte Aktualisierung: 21.10.2019, BH

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