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Schwangere trinkt aus Wasserflasche

Ge­trän­ke in der Schwan­ger­schaft


Die meis­ten Schwan­ge­ren trin­ken au­to­ma­tisch mehr, weil sie durs­ti­ger sind. Das hat meh­re­re Grün­de:

  • Das Blut­vo­lu­men nimmt um etwa ei­nen Li­ter zu und dazu braucht es eine er­höh­te Flüs­sig­keits­zu­fuhr.

  • Das Kind be­nö­tigt Was­ser als „Ve­hi­kel“ für Nähr­stof­fe, Stoff­wech­sel­pro­zes­se und den ei­ge­nen Kreis­lauf.

  • Schwan­ge­re schwit­zen leich­ter, ver­lie­ren also mehr Flüs­sig­keit über die Haut, weil ihr Was­ser­um­satz im Stoff­wech­sel zu­nimmt.

Viel trin­ken hilft aber auch ge­gen Ver­stop­fung, eine der ty­pi­schen Be­schwer­den wäh­rend ei­ner Schwan­ger­schaft. Aus­ser­dem kann es bei ei­ner ver­mehr­ten Urin­pro­duk­ti­on und -aus­schei­dung we­ni­ger leicht zu Harn­wegs­in­fek­ten kom­men. Und wer zu we­nig trinkt, be­kommt Kopf­schmer­zen, kann sich nicht kon­zen­trie­ren und hat eine schlech­te­re Haut.

So viel soll­ten Sie täg­lich trin­ken


Als Schwan­ge­re soll­ten Sie täg­lich min­des­tens acht Glä­ser oder 1,0 bis 1,5 Li­ter Flüs­sig­keit trin­ken. Ach­ten Sie aber dar­auf, das Was­ser nicht auf ein­mal zu trin­ken, son­dern über den Tag ver­teilt in klei­ne­ren Men­gen zu sich zu neh­men. Bei­spiels­wei­se re­gel­mäs­sig zu den Mahl­zei­ten.

An sehr heis­sen Ta­gen ist eine hö­he­re Flüs­sig­keits­zu­fuhr not­wen­dig. Hö­ren Sie auf die Zei­chen Ih­res Kör­pers und trin­ken Sie, wenn Sie Durst ha­ben. An­zei­chen ei­ner De­hy­drie­rung kön­nen Herz­klop­fen, Schwä­che­an­fäl­le und Schwin­del sein.

Die bes­ten Ge­trän­ke für Schwan­ge­re


Wenn sich durch das Trin­ken die Flüs­sig­keits­men­ge im Kör­per er­höht, ent­steht leicht ein Miss­ver­hält­nis im Elek­tro­lyt­haus­halt. Um dem vor­zu­beu­gen, müs­sen die Mi­ne­ra­li­en er­gänzt wer­den. Das bes­te Ge­tränk ist na­tür­li­ches Mi­ne­ral­was­ser. Die Mi­ne­ral­stof­fe lie­gen hier­in frei und io­ni­siert vor. Das be­deu­tet, sie sind für den Or­ga­nis­mus so­fort ver­füg­bar. Ein na­tri­um­hal­ti­ges und ma­gne­si­um­rei­ches Mi­ne­ral­was­ser ist emp­feh­lens­wert, um den Salz­haus­halt aus­zu­glei­chen und Wa­den­krämp­fe zu ver­mei­den. Ein kal­zi­um­rei­ches Was­ser un­ter­stützt die ab dem vier­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat be­gin­nen­de Kno­chen­bil­dung beim Fe­tus.

In der Ta­ges­men­ge soll­te ein hal­ber Li­ter mög­lichst fett­ar­me Milch (kei­ne Roh­milch!) ein­ge­schlos­sen sein. Un­ge­süss­te Frucht­säf­te, ver­dünnt mit Was­ser, oder mil­de Kräu­ter- und Früch­te­tees sind eben­falls emp­feh­lens­wert. Vie­le Le­bens­mit­tel­ge­schäf­te, Na­tur­kost­lä­den und Apo­the­ken bie­ten zu­dem spe­zi­el­le Schwan­ger­schafts-Tee­mi­schun­gen an. Mei­den Sie in den letz­ten Mo­na­ten aber we­hen­för­dern­de Kräu­ter und Ge­wür­ze wie zum Bei­spiel Kar­da­mom, Ing­wer und Nel­ken.

Ge­trän­ke mit künst­li­chem Süss­stoff (z.B. Ace­sul­fam, Aspar­tam, Cy­cla­mat, Neo­he­spe­ri­din DC, Sac­cha­rin und Thau­ma­tin) sind in der Schwan­ger­schaft kein Pro­blem. Ge­trän­ke mit Zu­cker­aus­tausch­stof­fen (z.B. Sor­bit, Xy­lit, Man­nit, Iso­malt und Lak­tit) kön­nen al­ler­dings leicht ab­füh­rend wir­ken.

Un­güns­ti­ge Ge­trän­ke


Ge­süss­te Frucht­säf­te sind sehr ka­lo­ri­en­hal­tig und soll­ten nur mit Was­ser ver­dünnt ge­trun­ken wer­den. Süs­se Li­mo­na­den und Ge­trän­ke wie Malz­bier be­las­ten die En­er­gie­bi­lanz und ver­drän­gen Nähr­stof­fe, die in na­tür­li­chen Le­bens­mit­teln und Ge­trän­ken ent­hal­ten sind.

Koh­len­säu­re­hal­ti­ge Ge­trän­ke kön­nen Ma­gen­bren­nen und Blä­hun­gen ver­stär­ken, be­vor­zu­gen Sie des­halb stil­les Was­ser. Kaf­fee, Cola, Ka­kao und Schwarz­tee ent­hal­ten Kof­fe­in und Theo­bro­min und soll­ten Sie nur noch in klei­ne­ren Men­gen kon­su­mie­ren. Das­sel­be gilt für die be­lieb­ten En­er­gy-Drinks. Al­ko­hol soll­te für Schwan­ge­re gänz­lich tabu sein. Chi­nin-hal­ti­ge Li­mo­na­den wie To­n­ic Wa­ter oder Bit­ter Le­mon sind in grös­se­ren Men­gen für Schwan­ge­re nicht zu emp­feh­len, da sie We­hen aus­lö­sen und beim Neu­ge­bo­re­nen zu Pro­ble­men mit dem Zu­cker­stoff­wech­sel füh­ren kön­nen. 

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Da Schwan­ge­re ge­ne­rell mit Ei­sen eher un­ter­ver­sorgt sind, soll­te das Mi­ne­ral­was­ser nicht den Zu­satz „ent­ei­sent“ tra­gen. Kal­zi­um­rei­ches Mi­ne­ral­was­ser mit mehr als 400 mg Cal­ci­um pro Li­ter hilft bei der Ver­sor­gung mit die­sem wich­ti­gen Mi­ne­ral und stärkt die Kno­chen des Kin­des und der wer­den­den …
Das dür­fen Sie sich gön­nen! Es spricht nichts ge­gen ein ge­le­gent­li­ches al­ko­hol­frei­es Bier. Aber Vor­sicht! Vie­le „al­ko­hol­freie“ Bie­re sind nur al­ko­hol­re­du­ziert. In Deutsch­land darf sich z.B. je­des Bier al­ko­hol­frei nen­nen, des­sen Al­ko­hol­ge­halt un­ter 0,5 Pro­zent liegt. Ach­ten Sie auf die An­ga­be auf …
Nein, über­haupt nicht. Die Wirk­stof­fe im grü­nen Tee kön­nen wie die­je­ni­gen im schwar­zen Tee Kreis­lauf und Stoff­wech­sel an­re­gen. Ein Vor­teil ge­gen­über schwar­zem Tee und Kaf­fee ist aber, dass grü­ner Tee nur eine kur­ze Zeit zieht (ca. 2 Min.), wo­bei we­ni­ger Teein und die Gerb­säu­re Tan­nin in das …
Kof­fe­in ist z.B. in Ge­trän­ken wie Kaf­fee, Schwarz­tee und Cola und so­gar in Scho­ko­la­de ent­hal­ten und be­sitzt eine sti­mu­lie­ren­de Wir­kung auf das Zen­tra­le Ner­ven­sys­tem, auf Herz, Kreis­lauf und At­mung. En­er­giedrinks ent­hal­ten noch mehr Kof­fe­in als Kaf­fee. Zum Teil sind auch noch an­de­re In­halts­stof­fe …
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Letzte Aktualisierung: 07.10.2019, BH

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