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in Nachthemd und Decke gewickelt auf dem Sofa sitzend
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Die Ge­burt im Ge­burts­haus: Gut be­treut und ge­bor­gen


swiss­mom: Wel­che Vor­tei­le bie­tet ein Ge­burts­haus?

Gi­se­la Bur­ri: Ein Ge­burts­haus ist ein von er­fah­re­nen Heb­am­men ge­lei­te­tes Kom­pe­tenz­zen­trum für Schwan­ger­schaft, na­tür­li­che Ge­burt und Wo­chen­bett. In un­se­rem Fach­ver­ständ­nis sind Schwan­ger­schaft und Ge­burt ge­sun­de Le­bens­pro­zes­se. Wir för­dern das Ver­trau­en der Schwan­ge­ren in die ei­ge­ne Kraft und die na­tür­li­chen Vor­gän­ge im Kör­per. Wir neh­men uns im Rah­men der in­di­vi­du­el­len Schwan­ger­schafts­kon­trol­len be­wusst viel Zeit für die wer­den­den El­tern, be­ra­ten sie in al­len fach­li­chen Fra­gen und ha­ben auch für die vie­len an­de­ren An­lie­gen, die auf­tau­chen, ein of­fe­nes und ein­fühl­sa­mes Ohr. Zu­sätz­lich zu den schul­me­di­zi­ni­schen Kennt­nis­sen pro­fi­tie­ren Sie vom gros­sen Er­fah­rungs­schatz der Heb­am­men in der al­ter­na­ti­ven Heil­kunst wie z.B. Ho­möo­pa­thie, Aro­ma­the­ra­pie, Fuss­re­flex­zo­nen­mas­sa­ge oder Aku­pres­sur. Im Ge­burts­haus ist es uns wich­tig, dass Sie und Ihr Kind in ei­nem ge­schütz­ten Rah­men die Zeit be­kom­men, die Sie be­nö­ti­gen, um die Ge­burt ge­mein­sam zu be­wäl­ti­gen. Die für Sie zu­stän­di­ge Heb­am­me be­glei­tet Sie wäh­rend der Ge­burt, wacht über Ihr Wohl­erge­hen und das Ih­res Kin­des, sorgt für ei­nen un­ge­stör­ten Ver­lauf des Ge­burts­ge­sche­hens (kein rou­ti­ne­mäs­si­ges CTG, das die Be­we­gungs­frei­heit ein­schränkt, kein rou­ti­ne­mäs­si­ger Damm­schnitt zur Be­schleu­ni­gung des Ge­burts­ver­laufs) und un­ter­stützt Sie emo­tio­nal/men­tal bei die­ser gros­sen Her­aus­for­de­rung. 

So er­le­ben Sie die Ge­burt ak­tiv und selbst­be­stimmt, er­ho­len sich ra­scher und bau­en eine in­ten­si­ve Bin­dung zu Ih­rem Kind auf. Wei­te­re wich­ti­ge Vor­tei­le der na­tür­li­chen Ge­burt sind: die Kin­der ad­ap­tie­ren bes­ser, d.h. ha­ben ei­nen bes­se­ren Start, da sie be­stim­men, wenn sie reif sind zum Ge­bo­ren­wer­den; eine hö­he­re Still­ra­te; die Frau­en ver­ar­bei­ten die Ge­burt bes­ser; Müt­ter und Kin­der sind kurz- so­wie lang­fris­tig zu­frie­de­ner und ge­sün­der. In den letz­ten 18 Jah­ren konn­ten rund 90 % der bei uns an­ge­mel­de­ten Frau­en ihr Kind aus ei­ge­ner Kraft ge­bä­ren. Er­fah­ren Sie hier mehr zur Sta­tis­tik im Ge­burts­haus.

Zur Per­son

Gisela Burri-Renz ist vierfache Mutter und seit 1979 Hebamme, seit 1983 freiberuflich. Es ist ihr ein Anliegen, dem Wunder „Leben“ mit Achtung, Respekt, Liebe und Mitgefühl zu begegnen, dem Geburtsprozess die nötige Zeit zu lassen sowie ihre Lebenserfahrungen als Fachfrau, Mutter und Hebamme weiterzugeben, wobei sie Familien u.a. auch beim plötzlichen Kindstod begleitet. Als Mitbegründerin bzw. Aktionärin des Geburtshauses
 Zürich Oberland ist Gisela Burri Mitglied der Geschäftsleitung und Verwaltungsratspräsidentin. Gisela Burri war Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft (IG) der Geburtshäuser Schweiz IGGH-CH  und des Netzwerks der Geburtshäuser Europa. Von 2009 bis 2011 war sie Mitglied der Projektgruppe Tarifverhandlungen IGGH-CH® für die DRG Spitalliste 2012

swiss­mom: Wel­che Schwan­ge­ren kön­nen in ei­nem Ge­burts­haus in fa­mi­liä­rer Um­ge­bung ihr Kind zur Welt brin­gen?

Gi­se­la Bur­ri: Das Ge­burts­haus steht al­len ge­sun­den Schwan­ge­ren (ge­mäss Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO sind dies über 85%) of­fen, die sich eine ak­ti­ve und selbst­be­stimm­te Ge­burt wün­schen. Wei­te­re me­di­zi­ni­sche Kri­te­ri­en sind: das Kind be­fin­det sich in Kopf­la­ge (kei­ne Mehr­lings­ge­bur­ten; die­se sind aber fürs Wo­chen­bett herz­lich will­kom­men), der Mut­ter­ku­chen liegt rich­tig, d.h. kei­ne Pla­zen­ta pra­e­via, voll­ende­te 36. Schwan­ger­schafts­wo­che (SSW) bei Be­ginn der Ge­burt. Selbst­ver­ständ­lich soll­ten Sie bei uns an­ge­mel­det sein und gut wäre es, wenn wir uns idea­ler­wei­se schon von frü­hen Schwan­ger­schafts­kon­trol­len her ken­nen. Vie­le Frau­en wis­sen gar nicht, dass wir Heb­am­men eine Schwan­ger­schaft von Be­ginn weg kom­pe­tent be­glei­ten kön­nen und wir ge­mein­sam mit den El­tern eva­lu­ie­ren, was die­se für ihre Si­cher­heit brau­chen. Eine wei­te­re wich­ti­ge Vor­aus­set­zung  ist, dass Sie und Ihr Part­ner in die ei­ge­ne Ge­bär­fä­hig­keit ver­trau­en und sich bei uns in gu­ten Hän­den füh­len. Die voll­stän­di­gen Auf­nah­me­kri­te­ri­en fin­den Sie hier.

swiss­mom: Wel­che In­ter­ven­tio­nen kön­nen in ei­nem Ge­burts­haus nicht vor­ge­nom­men wer­den?

Gi­se­la Bur­ri: Ein Ge­burts­haus steht für Ge­burts­hil­fe, nicht für Ge­burts­me­di­zin. Ul­tra­schall, Saug­glo­cken-, Zan­gen-Ge­bur­ten, PDA oder Kai­ser­schnitt sind im Ge­burts­haus des­halb nicht mög­lich. Da­bei zeigt un­se­re Er­fah­rung: Wenn die Ge­burt na­tür­lich und in ei­nem ge­schütz­ten, ge­bor­ge­nen Rah­men ver­lau­fen darf, bie­tet dies für Frau und Kind die an und für sich gröss­te Si­cher­heit. Dies be­stä­ti­gen auch zahl­rei­che Stu­di­en der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO. Die­se emp­fiehlt üb­ri­gens heb­am­men­ge­lei­te­te Mo­del­le, weil die­se bei „gleich blei­ben­der Si­cher­heit von Mut­ter und Kind we­ni­ger In­ter­ven­tio­nen und eine bes­se­re Zu­frie­den­heit der Ge­bä­ren­den zei­gen“ – und un­ter dem Strich auch für das Ge­sund­heits­we­sen güns­ti­ger sind. Als Fach­frau­en für die na­tür­li­che Ge­burt kön­nen wir selbst­ver­ständ­lich auf eine brei­te Pa­let­te von al­ter­na­ti­ven schmerz­lin­dern­den Mass­nah­men zu­rück­grei­fen. In­ter­es­san­ter­wei­se sind da­durch die oben ge­nann­ten schuld­me­di­zi­ni­schen In­ter­ven­tio­nen sel­ten nö­tig. Mit In­ter­ven­tio­nen ist es wie mit Me­di­ka­men­ten: al­les hat Ne­ben­wir­kun­gen. Des­halb gilt es sorg­fäl­tig ab­zu­wä­gen, ob ein Ein­grei­fen sinn­voll ist oder nicht. Wenn wir eine In­ter­ven­ti­on für nö­tig er­ach­ten, ar­bei­ten wir nach evi­denz­ba­sier­ten Richt­li­ni­en und neh­men nur In­ter­ven­tio­nen vor, wel­che die Ge­sund­heit von Mut­ter und Kind nach­weis­lich för­dern. 

swiss­mom: Wie han­delt die be­treu­en­de Heb­am­me, wenn Kom­pli­ka­tio­nen auf­tre­ten?

Gi­se­la Bur­ri: Bei je­der Ge­burt sind zwei Heb­am­men im Ein­satz, eine von ih­nen im Rah­men der 1:1-Be­treu­ung als di­rek­te Be­zugs­per­son. Bei auf­tre­ten­den Kom­pli­ka­tio­nen – was bei rund der Hälf­te der Ver­le­gun­gen der Fall ist – han­deln wir me­di­zi­nisch ad­äquat und lei­ten, wenn nö­tig, eine am­bu­lan­te oder sta­tio­nä­re Ver­le­gung ins Spi­tal in die Wege. Dazu pfle­gen wir eine gute Zu­sam­men­ar­beit mit nahe ge­le­ge­nen Spi­tä­lern, Ärz­ten und Kin­der­ärz­ten. Zwei Kin­der­ärz­te aus der Re­gi­on un­ter­stüt­zen uns da­bei, Ba­bies mit An­fangs­schwie­rig­kei­ten so zu be­glei­ten, dass sie mög­lichst bei Mut­ter und Va­ter blei­ben kön­nen. Dies ist uns ein wich­ti­ges An­lie­gen, weil da­durch das so­ge­nann­te „Bon­ding“, die Bin­dung, op­ti­mal ge­för­dert wird. 

In den letz­ten Jah­ren wur­den je­weils rund 10% Pro­zent der Frau­en un­ter der Ge­burt ver­legt. Üb­ri­gens ent­ge­gen der land­läu­fi­gen Vor­stel­lun­gen von Am­bu­lanz und Blau­licht na­he­zu im­mer im ei­ge­nen Auto: der häu­figs­te Ver­le­gungs­grund ist ein Ge­burts­still­stand. Ge­ne­rell gilt, dass sich Kom­pli­ka­tio­nen bzw. ein schwie­ri­ger Ge­burts­ver­lauf ab­zeich­nen und wir Heb­am­men früh­zei­tig die nö­ti­gen Mass­nah­men tref­fen. Im Not­fall ver­le­gen wir die Frau und/oder das Neu­ge­bo­re­ne ins nahe ge­le­ge­ne Spi­tal (Mut­ter: Wet­zi­kon ca. 6 Min. / Baby: Kin­der­spi­tal bzw. Neo­na­to­lo­gie in Zü­rich oder Win­ter­thur ca. 30 Min.). 

Um die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung noch ganz kon­kret zu um­schrei­ben: Heb­am­men kön­nen bei Be­darf In­fu­sio­nen le­gen, Sauer­stoff ver­ab­rei­chen, We­hen­hem­mer sprit­zen oder Schmerz­mit­tel ver­ab­rei­chen, je nach In­di­ka­ti­on. Auch die Re­ani­ma­ti­on bis zum Ein­tref­fen ei­nes Arz­tes be­herr­schen wir im Not­fall. Fort­bil­dun­gen wer­den re­gel­mäs­sig im Ge­burts­haus durch­ge­führt. Et­wai­ge Damm- oder Schei­den­ver­let­zun­gen so­wie Schnit­te kön­nen wir eben­falls kom­pe­tent im Ge­burts­haus ver­sor­gen. 

swiss­mom: Wel­che Kos­ten über­nimmt die Grund­ver­si­che­rung vor, wäh­rend und nach der Ge­burt?

Gi­se­la Bur­ri: Ab 1.1.2012 sind alle drei Zür­cher Ge­burts­häu­ser auf der Spi­tal­lis­te des Kan­tons Zü­rich. Dann wer­den für im Kan­ton Zü­rich wohn­haf­te Frau­en sämt­li­che Kos­ten in­klu­si­ve sta­tio­nä­res Wo­chen­bett/Ho­tel­le­rie aus der Grund­ver­si­che­rung über­nom­men. Für „aus­ser­kan­to­na­le“ Frau­en gilt das Glei­che aus­ser, das Ge­burts­haus im ei­ge­nen Kan­ton hat eine tie­fe­re Fall­pau­scha­le. Dann muss die Dif­fe­renz der Kos­ten von der Frau oder ih­rer Zu­satz­ver­si­che­rung über­nom­men wer­den.

swiss­mom: Be­treu­en Sie Ihre Pa­ti­en­tin­nen nach der Ge­burt im Ge­burts­haus auch noch im Wo­chen­bett wei­ter? Wie lan­ge kön­nen Wöch­ne­rin­nen auf Kos­ten der Grund­ver­si­che­rung eine Be­treu­ung in An­spruch neh­men?

Gi­se­la Bur­ri: Ja klar! Das Wo­chen­bett ist für die jun­ge Fa­mi­lie eine wich­ti­ge Pha­se. Die vie­len Rück­mel­dun­gen un­se­rer Ehe­ma­li­gen zei­gen uns, wie wert­voll die Nest­wär­me im Ge­burts­haus und die kom­pe­ten­te Be­glei­tung durch die Heb­am­men sind. Üb­ri­gens: von „Pa­ti­en­tin­nen“ spre­chen wir im Ge­burts­haus be­wusst nicht. Un­se­re Wöch­ne­rin­nen sind ja nicht krank, son­dern durch­le­ben ge­sun­de Le­bens­pro­zes­se – auch wenn die­se zu­ge­ge­be­ner­mas­sen das gan­ze Le­ben auf den Kopf stel­len (lacht). Was die Kos­ten be­trifft: Die Grund­ver­si­che­rung deckt die Wo­chen­bett-Be­treu­ung bis zum 10. Wo­chen­bett-Tag. Nach Aus­tritt wird die Frau meist zu hau­se von ei­ner Team-Heb­am­me nach­be­treut; durch­schnitt­lich liegt der Wo­chen­bett-Auf­ent­halt im Ge­burts­haus bei 4-5 Ta­gen. 

swiss­mom: War­um ist aus Ih­rer Sicht eine in­di­vi­du­el­le Be­treu­ung wün­schens­wert?

Gi­se­la Bur­ri: Weil je­der von uns ein­zig­ar­tig ist – auch schon das Un­ge­bo­re­ne. Jede Frau soll­te ihr Kind in ih­rem ei­ge­nen Rhyth­mus un­ge­stört ge­bä­ren kön­nen. Bei ei­ner Ge­burt keh­ren wir un­ser In­ners­tes nach aus­sen. Umso wich­ti­ger ist es, dass sich die Ge­bä­ren­de wohl fühlt, emo­tio­nal ge­tra­gen wird und ihre In­tim­sphä­re ge­wahrt bleibt. Ist die­ser ge­schütz­te Rah­men ge­ge­ben, wer­den au­to­ma­tisch we­ni­ger In­ter­ven­tio­nen nö­tig. Un­ser Mot­to im Ge­burts­haus lau­tet: so viel um­sor­gen wie nö­tig und so we­nig stö­ren wie mög­lich. Auch nach über 30 Jah­ren Be­rufs­er­fah­rung ist es für mich im­mer wie­der be­ein­dru­ckend, mit­zu­er­le­ben, wie ge­nau Frau­en un­ter der Ge­burt ihre Be­dürf­nis­se spü­ren und wel­che Kraft und Krea­ti­vi­tät (im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes!) sie ent­fal­ten.

swiss­mom: Ab 2012 gilt neu in der Schweiz das Swiss DRG: Wel­chen Mei­len­stein ha­ben Sie als Ge­burts­haus schon er­reicht? War­um ist dies so wich­tig?

Gi­se­la Bur­ri: Wir sind enorm stolz, dass wir nach 15 Jah­ren in­ten­si­ven En­ga­ge­ments für eine Gleich­be­rech­ti­gung in der Ge­bär­kul­tur end­lich den Sprung auf die kan­to­na­le Spi­tal­lis­te ge­schafft ha­ben. Ab 2012 wer­den die Kos­ten für den Auf­ent­halt im Ge­burts­haus voll­um­fäng­lich aus der Grund­ver­si­che­rung ge­deckt. Da­mit be­steht erst­mals ech­te Wahl­frei­heit zwi­schen Spi­tal­ge­burt, Haus­ge­burt und Ge­burt im Ge­burts­haus! Nie­mand mehr muss in die ei­ge­ne Ta­sche grei­fen oder eine teu­re Zu­satz­ver­si­che­rung ha­ben, um sich den Auf­ent­halt bei uns leis­ten zu kön­nen. Der Kan­ton hat da­mit auch ein Zei­chen ge­setzt und die Ge­burts­hil­fe im Rah­men der na­tür­li­chen Ge­burt end­lich auf glei­che Stu­fe wie die Ge­burts­me­di­zin ge­setzt. 

Wir ver­ste­hen Ge­bä­ren als na­tür­li­ches Er­eig­nis im Le­ben ei­ner Frau. Aus Er­fah­rung wis­sen wir, dass Frau­en ihre Kin­der in Wür­de ge­bä­ren und da­bei mit Ach­tung be­glei­tet wer­den möch­ten. Als Ge­burts­haus ist es un­ser Ziel, dass mög­lichst vie­le Müt­ter und Kin­der die­se ein­ma­li­ge Er­fah­rung ak­tiv und selbst­be­stimmt an­ge­hen kön­nen. Dies stärkt Mut­ter und Kind für das gan­ze Le­ben! Ganz ab­ge­se­hen da­von bleibt die na­tür­li­che Ge­burt die si­chers­te Va­ri­an­te für die rund 85% ge­sun­den Schwan­ge­ren und de­ren Ba­bys. Der­zeit ist die Kai­ser­schnittra­te in der Schweiz mit 33% (BSF 2010) mehr als dop­pelt so hoch wie von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on WHO emp­foh­len, ob­wohl dies zu 10 mal mehr Fol­ge­kom­pli­ka­tio­nen führt als eine na­tür­li­che Ge­burt. Ein Grund da­für ist, dass die we­nigs­ten Frau­en die­je­ni­ge Zeit zu­ge­stan­den be­kom­men, die sie be­nö­ti­gen, um na­tür­lich zu ge­bä­ren – von ei­ner 1:1-Be­treu­ung durch eine Heb­am­me ganz zu schwei­gen. 

Wir sind über­zeugt: eine ge­sun­de Ge­bär­kul­tur er­zeugt eine ge­sun­de Ge­sell­schaft. Es ist wich­tig, dass sich wer­den­de Müt­ter/El­tern von An­fang an Ge­dan­ken ma­chen, durch wen und mit wel­chem Fo­kus sie sich be­glei­ten las­sen möch­ten. Im Ge­burts­haus ver­ste­hen wir Schwan­ger­schaft, Ge­burt und Wo­chen­bett als na­tür­li­che und le­bens­be­ja­hen­de Pro­zes­se. Ent­spre­chend liegt un­ser Fo­kus dar­auf, die Frau­en in der Schwan­ger­schaft zu stär­ken, da­mit sie sich dar­auf freu­en kön­nen, Mut­ter zu wer­den und sich selbst­be­wusst auf das Aben­teu­er Ge­burt ein­las­sen kön­nen. 

swiss­mom: Wie fin­de ich das nächs­te Ge­burts­haus? Und kann ich mich selbst bei Ih­nen an­mel­den?

Gi­se­la Bur­ri: Auf www.ge­burts­haus.ch sind alle Ge­burts­häu­ser der Schweiz auf­ge­führt, die im Ver­ein In­ter­es­se­ge­mein­schaft der Ge­burts­häu­ser Schweiz IGGH –CH® zu­sam­men­ge­schlos­sen sind. Das 1993 ge­grün­de­te Ge­burts­haus Zür­cher Ober­land (www.ge­burts­haus-zho.ch) war das 5. Ge­burts­haus in der Schweiz und dem­nächst er­war­ten wir das 2500s­te Baby. Un­se­re In­for­ma­ti­ons­nach­mit­ta­ge für zu­künf­ti­ge Müt­ter und Vä­ter fin­den je­den 1. & 2. Sams­tag im Mo­nat von 14.30 bis 16.00 Uhr im Ge­burts­haus Zür­cher Ober­land an der 
Schür­li­s­tras­se 3, 8344 Bä­rets­wil, statt (An­mel­dung er­wünscht un­ter Tel. 044 939 99 00 oder in­fo@ge­burts­haus-zho.ch). Am bes­ten Sie kom­men vor­bei und ma­chen sich vor Ort selbst ein Bild. Wir freu­en uns auf Sie! 

Letzte Aktualisierung: 31.10.2019, swissmom-Redaktion

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