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Farbige Kondome

Das Kon­dom


Ein Kon­dom, Prä­ser­va­tiv, Pa­ri­ser oder ein­fach Gum­mi ist in der Re­gel eine aus hauch­dün­nem La­tex (Na­tur­gum­mi) oder la­tex­frei­em Kunst­stoff her­ge­stell­te Hül­le, die kurz vor dem Ein­drin­gen in die Schei­de oder beim Anal­ver­kehr über den eri­gier­ten, stei­fen Pe­nis ge­streift wird.

Han­dels­üb­li­che Kon­do­me ist in ver­schie­de­nen Grös­sen, For­men und Far­ben und so­gar Ge­schmä­ckern er­hält­lich. Für Per­so­nen mit La­tex­all­er­gie sind mitt­ler­wei­le Kon­do­me aus Po­ly­ethy­len (PE) und Po­ly­ure­than (PUR) auf dem Markt. Kon­do­me wer­den re­zept­frei in Apo­the­ken, Dro­ge­ri­en, den meis­ten Su­per­märk­ten und Tank­stel­len ver­kauft. Ach­ten Sie beim Kauf auf das CE-Prüf­zei­chen und das an­ge­ge­be­ne Ab­lauf­da­tum. 

Kon­do­me schüt­zen nicht nur vor ei­ner un­ge­woll­ten Schwan­ger­schaft


Prä­ser­va­ti­ve eig­nen sich be­son­ders gut für Per­so­nen, die nur ge­le­gent­lich Sex oder häu­fig wech­seln­de Se­xu­al­part­ner ha­ben, so­wie für Paa­re, die ihre na­tür­li­che Ver­hü­tung si­cher er­gän­zen möch­ten, be­son­ders gut.

Kon­do­me wer­den oft zu Be­ginn ei­ner neu­en Part­ner­schaft ein­ge­setzt, um sich und den Part­ner oder die Part­ne­rin vor der Über­tra­gung von mög­li­cher­wei­se be­stehen­den Ge­schlechts­krank­hei­ten zu schüt­zen. Kon­do­me bie­ten näm­lich den ein­zig si­che­ren Schutz vor dem HI-Vi­rus (AIDS) und an­de­ren se­xu­ell über­trag­ba­ren Krank­hei­ten wie Sy­phi­lis (Lues), Go­nor­rhö (Trip­per), He­pa­ti­tis BHu­man-Pa­pil­lo­ma-Vi­rus oder Chla­my­di­en.

So wen­den Sie ein Kon­dom rich­tig an


Bei Va­gi­nal­ver­kehr ist dar­auf zu ach­ten, dass das Kon­dom schon über­ge­streift ist, be­vor Pe­nis und Schei­de mit­ein­an­der in Kon­takt kom­men. Die An­wen­dung braucht et­was Übung:

  • Kon­dom­ver­pa­ckung vor­sich­tig auf­reis­sen und mit Zei­ge­fin­ger und Dau­men das Re­ser­voir (Zip­fel oben an der Kon­dom­spit­ze) fas­sen.

  • Wenn nö­tig, die Luft her­aus­drü­cken und so auf den eri­gier­ten Pe­nis auf­set­zen, dass das Röll­chen aus­sen ist. Vor­sicht: Die In­nen- und Aus­sen­sei­te des Prä­ser­va­tivs wird bei der An­wen­dung häu­fig ver­wech­selt. 

  • Das zu­sam­men­ge­roll­te Kon­dom muss sich leicht über den Pe­nis ab­rol­len las­sen.

  • Soll­te die Ei­chel ver­se­hent­lich mit der Aus­sen­sei­te des Kon­doms in Be­rüh­rung ge­kom­men sein, muss ein neu­es Kon­dom ver­wen­det wer­den, da zu die­sem Zeit­punkt be­reits Sa­men aus­ge­tre­ten sein könn­te.

  • Nach dem Sa­men­er­guss nicht war­ten, bis der Pe­nis er­schlafft, son­dern das Kon­dom am Pe­nis­schaft (läng­li­cher Haupt­teil des Pe­nis) mit der Hand um­fas­sen, da­mit es nicht ab­rutscht, und zu­sam­men mit dem noch stei­fen Pe­nis aus der Schei­de her­aus­zie­hen.

  • Ab­strei­fen

  • Zu­kno­ten

  • Im Ab­fall, nicht in die Toi­let­te ent­sor­gen.

Vor­sicht: Nach dem Ab­strei­fen des Kon­doms be­fin­det sich an den Fin­gern und am Pe­nis noch Sa­men­flüs­sig­keit, des­halb ist Hän­de­wa­schen wich­tig. Kon­do­me dür­fen nur ein­mal be­nutzt wer­den.

Rich­tig an­ge­wen­det ist das Kon­dom ne­ben der Ste­ri­li­sa­ti­on (Un­ter­bin­dung) das ein­zi­ge zu­ver­läs­si­ge Ver­hü­tungs­mit­tel, das vom Mann an­ge­wen­det wer­den kann. Der Pearl-In­dex liegt zwi­schen 2–12 und hängt stark von der rich­ti­gen und kon­se­quen­ten An­wen­dung ab.

Was Kon­do­me nicht ver­tra­gen


Kon­do­me aus La­tex dür­fen nicht zu­sam­men mit Öl, fett­hal­ti­gen Cremes wie Va­se­li­ne oder Gleit­mit­teln ver­wen­det wer­den, denn so wer­den sie brü­chig und un­dicht. Es kön­nen mi­kro­sko­pisch klei­ne Ris­se ent­ste­hen, durch die Sper­mi­en und Krank­heits­er­re­ger wie HI-Vi­ren oder Chla­my­di­en schlüp­fen kön­nen. Ver­wen­den Sie des­halb spe­zi­el­le Gleit­mit­tel auf Was­ser­ba­sis.

Kon­do­me aus Au­to­ma­ten lei­den öf­ter un­ter Käl­te- oder Wär­me­ein­wir­kung und wer­den dann eben­falls brü­chig. Schüt­zen Sie Kon­do­me aus­ser­dem vor Hit­ze aber auch vor an­dau­ern­der Druck­be­las­tung wie im Geld­beu­tel oder der Ho­sen­ta­sche.

Ver­hü­tungs­pan­ne trotz Kon­dom?


Ist das Kon­dom beim Va­gi­nal­ver­kehr ab­ge­rutscht oder ge­ris­sen, soll­ten Sie in­ner­halb von ma­xi­mal 48 Stun­den ei­nen Frau­en­arzt auf­su­chen, um ab­zu­klä­ren, ob eine Be­fruch­tung zu die­sem Zeit­punkt prin­zi­pi­ell mög­lich ist und eine all­fäl­li­ge Ein­nah­me der „Pil­le da­nach" sinn­voll wäre. Die­se "Pil­le da­nach" kön­nen sie di­rekt in der Apo­the­ke kau­fen. Han­del­te es sich nicht um den fes­ten Se­xu­al­part­ner, ist ein HIV- und He­pa­ti­tis-B-Test nach sechs Wo­chen zu über­den­ken.

Was ge­gen Kon­do­me spre­chen könn­te


Kon­do­me wer­den häu­fig als Stör­fak­tor emp­fun­den. Das Vor­spiel muss un­ter­bro­chen, die Kon­dom­pa­ckung her­vor­ge­kramt und das Prä­ser­va­tiv über­ge­streift wer­den. Vie­le Män­ner, aber auch Frau­en, be­kla­gen beim Ge­schlechts­akt eine ver­min­der­te Emp­fin­dungs- und er­schwer­te Or­gas­mus­fä­hig­keit. Hier hilft es manch­mal, das Über­zie­hen des Kon­doms ins Lie­bes­spiel ein­zu­bin­den und ver­schie­de­ne Kon­dom­sor­ten (Her­stel­ler, Grös­se und Be­schaf­fen­heit des Ma­te­ri­als) aus­zu­pro­bie­ren.

Wis­sen


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1/2/2019
Farbige Kondome

Kon­do­me gra­tis

Alle Fran­zo­sen kön­nen sich jetzt Kon­do­me des fran­zö­si­schen Her­stel­lers Ma­jo­rel­le vom Arzt oder von ei­ner Heb­am­me …
Letzte Aktualisierung: 11.01.2021, BH
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