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Stif­tung. Für das Kind. Gie­di­on Risch

Vor­trags­zy­klus «Kos­mos Kind» 2022: The­men, die El­tern be­we­gen


Was brau­chen Kin­der und Ju­gend­li­che für ihr see­li­sches und kör­per­li­ches Wohl­be­fin­den? Wie ge­lingt Her­an­wach­sen­den der Weg in ein selbst­stän­di­ges Le­ben? Und was kön­nen El­tern und Schu­le dazu bei­tra­gen?

Auf die­se Fra­gen möch­te «Kos­mos Kind» fun­dier­te Ant­wor­ten ge­ben: Re­nom­mier­te Ex­per­tIn­nen aus der Ent­wick­lungs­päd­ia­trie, Päd­ago­gik, Psy­cho­lo­gie, Ado­les­zen­ten­me­di­zin so­wie der Hirn- und Bil­dungs­for­schung ver­mit­teln im Dia­log mit dem Pu­bli­kum span­nen­de Er­kennt­nis­se aus Wis­sen­schaft und Pra­xis über un­ter­schied­li­che As­pek­te der Kind­heit – ver­ständ­lich, in­spi­rie­rend und all­tags­nah.

Prof. Dr. Co­ri­na Wust­mann Sei­ler

Das kind­li­che Spiel be­glei­ten – was ist sinn­voll?

Vortrag Wustmann Kosmos Kind

Erwachsene haben grossen Einfluss auf das kindliche Spiel: Was sie über das Spiel denken, über welche Spielerfahrungen sie selbst verfügen und wie sie sich in das kindliche Spiel einbringen, hat Auswirkungen auf Spielorte, Spielzeit, Spielmaterial sowie SpielpartnerInnen der Kinder. Corina Wustmann Seiler wird in ihrem Vortrag beleuchten, was Kinder brauchen, um gut spielen zu können. Dabei steht auch die Frage im Raum, welches Ausmass bzw. welche Form der Spielbe­teiligung von Erwachsenen überhaupt förderlich und sinnvoll ist.

Dienstag, 25. Oktober 2022, 18.00 Uhr, Stiftung. Für das Kind (Aula), Falkenstrasse 26, 8008 Zürich

Weitere Infos und Tickets hier

Prof. Dr. Si­mo­ne Munsch

Ess­stö­run­gen vor­beu­gen und hei­len: die Psy­che im Fo­kus

Vortrag Muntsch Kosmos Kind

Dysfunktionales Essverhalten wie Essen ohne Hunger, anfallsartiges Essen und Essstörungen wie die Anorexia und Bulimia Nervosa sowie die Binge Eating Störung (BES) und die seltener vorkommende Anorexia Nervosa beginnen häufig im Kindesalter, werden jedoch teilweise erst während der Adoleszenz oder im Erwachsenenalter erkannt und behandelt.

Aktuelle Ergebnisse der Ursachen- und Behandlungsforschung sprechen für eine Behandlung, die – nebst störungsspezifischen – auch die übergreifenden Determinanten psychischer Beeinträchtigung miteinbezieht. Vor diesem Hintergrund kommt der Fähigkeit zur Emotions- und Impulsregulation eine bedeutende Rolle zu. Die Fähigkeit, Emotionen und Handlungen den Umweltanforderungen und eigenen Bedürfnissen entsprechend zu steuern, entwickelt sich in enger Interaktion mit dem psychosozialen Umfeld. Eine verringerte Fähigkeit zur Emotions- und Impulsregulation ist wiederum mit einem erhöhten Stresserleben assoziiert, das die Entstehung psychischer Störungen bei Kindern begünstigt. Dieser Zusammenhang ist insbesondere deswegen wichtig, weil Kinder und Jugendliche über Social Media-Kanäle einer hohen Frequenz und Intensität von Rückmeldungen exponiert sind, die sich auf den Körper und das Aussehen beziehen.

Aktuelle Behandlungsansätze berücksichtigen diese Überlegungen, um die Wirksamkeit der Interventionen zu verbessern, und verwenden zudem neue Technologien, um einer grossen Gruppe betroffener Kinder und Jugendlicher den Zugang zu Behandlung zu garantieren.

Dienstag, 1. November, 18.00 Uhr, Stiftung. Für das Kind (Aula), Falkenstrasse 26, 8008 Zürich

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Fa­bi­an Gro­li­mund

Was braucht eine Fa­mi­lie, um glück­lich zu sein?

Vortrag Grolimun Kosmos Kind

Die Forschung zu Glück und Lebenszufriedenheit zeigt, dass das Glück nicht laut, bunt und teuer daherkommt, sondern eher auf leisen Sohlen. Es schleicht sich in unser Leben, wenn wir gemeinsam mit Menschen, die wir mögen, einer Arbeit nachgehen, die uns interessiert und anderen nützt. Es pirscht sich an, wenn wir mit unserer scheinbar knappen Zeit verschwenderisch umgehen und sie Menschen schenken, die uns wichtig sind. Es verweilt etwas länger bei uns, wenn wir uns bewusst machen, was wir alles haben, wofür wir dankbar sind, was heute gut gelaufen ist und worauf wir uns freuen. Es findet zu uns zurück, wenn wir auch unangenehme Gefühle zulassen können und in schwierigen Momenten Menschen um uns haben, mit denen wir sie teilen können.

Was braucht es, damit Familien glücklich sind? Sind Eltern für das Glück ihrer Kinder verantwortlich? Ist Glück lernbar oder Charaktersache? Diese und andere Fragen beantwortet Fabian Grolimund im Gespräch mit Nik Niethammer, Chefredaktor des Schweizer ElternMagazins Fritz+Fränzi.

Dienstag, 8. November 2022, 19.00 Uhr, KULTURPARK, Pfingstweidstrasse 16, 8005 Zürich

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Prof. Dr. Ro­land Rei­chen­bach

Päd­ago­gi­sche Au­to­ri­tät – eine ver­staub­te Ka­te­go­rie?

Vortrag Reichenbach Kosmos Kind

Die pädagogische Autorität ist ein elementares wie auch ambivalentes Phänomen, Erziehung und Bildung haben immer auch mit Macht und Vertrauen zu tun. Das Vertrauen des Kindes in die Eltern oder der SchülerInnen in die Lehrperson mag «natürliche» Voraussetzungen haben, doch es muss auch erworben werden. Bestimmte Leistungen auf Seiten der Eltern und der Lehrpersonen sind nötig, damit das nötige Vertrauen aufrechterhalten werden kann und nicht allzu verloren geht. In diesem Sinne stellt Autorität nicht eine Eigenschaft von Einzelpersonen dar, sondern vielmehr von Beziehungen. Wird die pädagogisch bedeutsame Anerkennungsbeziehung von den Phänomenen und Konzepten des autoritären Verhaltens und der autoritären Persönlichkeit unterschieden, so lässt es sich angemessen über Qualität, Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Beziehungsformen nachdenken.

Dienstag, 22. November 2022, 18.00 Uhr, Stiftung. Für das Kind (Aula), Falkenstrasse 26, 8008 Zürich

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Letzte Aktualisierung: 17.03.2022, swissmom-Redaktion

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