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Wie lieblig tönt's i Berg und Wald!

Wie lieblig tönt's i Berg und Wald!
Der Mai isch do, 's isch nümme chalt,
Der Winter isch verschwunde,
Die trüebe Tage si verbi,
Mer chönne wieder lustig si,
's git wieder schöni Stunde.

Im Garte blühe d Blüemli scho,
Und 's Spätzli fliegt im Gspänli noh,
Sie tüe enander chüsse;
Do denk i den mi Teil derzue,
Und was i öppe selber tue,
Das bruchet ihr nüt z wüsse.

Juheh! Wie isch mis Herz so froh!
I will go d Chuehli use loh,
Mer wei uf 's Bergli tribe;
Ho, schick di Hans, jez isch es Zit,
Bis ufe isch es ordli wit,
Mer chönne nimme blibe.

I glaub, die Chuehli wüsse's scho,
Dass sie ufs Bergli chönne goh,
Sie si voll Lust und Freude.
Ich bhüet ech Gott, ihr liebe Lüt!
Gott spar ech gsund, und zürnet nüt,
Mer müesse von ech scheide.

's isch denn no Milch im Genterli;
Sit au so guet und nehmet si,
Es git dem Chind es Bäppli,
Jetz wei mer aber hurtig goh,
Sust laufen is die Chüeh dervo -
Nu, Hans, leg uf dis Chäppli!

Über das Lied

Wort und Weise von Alois Gutz. Der Text aus Schweizer-Liederbuch, die Melodie aus Alpenlieder Nr. 3.

In der Schweiz weit verbreitet.

 

Quelle: Im Röseligarte, Schweizerische Volkslieder