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Der Ustig wott cho

Der Ustig wott cho

Der Ustig wott cho,
Der Schnee zergeit scho,
Der Himmel isch blaue,
Der Gugger het gschraue,
Der Meie sig cho.

Lustig usen us em Stall
Mit de lube Chüehne!
Üsi schöni Zit isch cho,
Luft u Freiheit wartet scho
Dinnen uf de Flüehne.

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Mängs Vögeli singt,
Mängs Büebeli springt
U juhzet u johlet
Im Grüenen und drohlet;
U ds Meiteli singt.

Gät die grosse Treichle här
U die chline Schälle!
Schöner tönt im Ustig nüt
As es lustigs Chüjerglüt
Un e Chüjergäll!

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Die Chüeh si nit z'bha!
Hans, mach di vora
U stell di fri breite!
Wei z Alpe jitz gah!

Gjuhzet, was der juhze meut,
Gjuhzet eis u gschraue!
Bsunderbar dur d Dörfer us,
So gseh d Lüt zum Fäister us,
Alles chunnt cho gschaue!

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Hoh! Sä, sä! Hoh, hoh!
Löt süferli cho!
Si alli vom Bahre?
So wei mer denn fahre;
Die Grosse gah scho.

Bhüet ech Gott, ihr Burelüt,
Mir wei jitze scheide.
Danki Gott, u zürnet nüt!
Löt die ruuche Chüjerlüt
Ja-ne-ech nit verleide!

Über das Lied

(Kühreihen zum Aufzug auf die Alp im Frühling)

Von E. J. Kuhn, die Melodie von Ferd. Huber. Nach Wyss Nr. 11. In unserer Wiedergabe sind zwei Strophen ausgelassen, nach Strophe 1 und Strophe 2.

 

Quelle: Im Röseligarte, Schweizerische Volkslieder