Milchspendereflex

Der Milchspendereflex

Durch jedes Stillen, eigentlich sogar durch jede Hautstimulation beim Saugen des Kindes an der Brust, wird automatisch Ihre Milchproduktion (der Milchfluss) durch den Milchspendereflex angeregt. Sie empfinden den Milchspendereflex als warmes, prickelndes Gefühl unmittelbar vor Einsetzen des Milchflusses. Dies hat nichts zu tun mit dem sogenannten Ansaugschmerz, den viele Frauen in den ersten Stillwochen erleben.

Bei manchen Frauen setzt dieser Reflex schon ein, wenn sie ein hungriges Baby weinen hören, bei bestimmten Gerüchen, beim Anblick eines Kindes oder beim Gedanken an ihr eigenes Kind. Dies kann man sich zunutze machen beim Abpumpen, wenn das Baby nicht da ist, aber dennoch Milch fliessen soll.

Die Nervenenden im Warzenhof senden eine Botschaft an den Hypothalamus im Zwischenhirn, der wiederum die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) auffordert, das Hormon Prolaktin auszuschütten. Die gleichzeitige Ausschüttung des Hormons Oxytozin führt dazu, dass sich die Muskelzellen der Milchbläschen zusammenziehen und die Milch durch die Milchgänge in die Milchseen fliessen lassen.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH