Stillen hat viele Vorteile

Die Vorteile des Stillens

Trotz der Schadstoffe, die über die Nahrungsmittelkette auch in die Muttermilch gelangen können, ist die Brustmilch in ihrer perfekten Zusammensetzung und auch wegen des Infektions- und Allergieschutzes, immer noch die gesündeste Ernährung für Babys. Durch die optimale Kieferentwicklung beim Saugen an der Brust gibt es bei Stillkindern auch wesentlich seltener spätere Zahnfehlstellungen und Mittelohrentzündungen. Untersuchungen haben auch ergeben, dass gestillte Babys seltener am plötzlichen Kindstod sterben.

Da Muttermilch direkt vom Kind aufgenommen wird und mit der Aussenwelt nicht in Berührung kommt, ist Stillen hygienisch und es besteht kaum die Gefahr, mit der Milch gefährliche Keime zu übertragen. Muttermilch ist ausserdem immer in ausreichender Menge und richtiger Trinktemperatur vorhanden und erst noch kostenlos. Je nach Wohnkanton erhält die stillende Mutter eine Stillprämie nach 10 Wochen Stillen. Darüber hinaus bringt Stillen auch gesundheitliche Vorteile für die Mutter.

Beachten Sie!

Mami-Kolumne

Stillen: Durch die rosarote Brille betrachtet

Für das Stillen sprechen neben praktischen Argumenten aber auch gefühlsmässige: Beim Stillen ist ihr Baby ganz nah bei Ihnen, kann Ihre Haut und Ihre Wärme spüren, Ihre Stimme und Ihren Herzschlag hören und Ihren unverwechselbaren Geruch aufnehmen. Beim Stillen stellen sich Mutter und Kind ganz aufeinander ein und lernen sich immer besser kennen. Kein Wunder, dass in einer englischen Untersuchung herauskam, dass gestillte Kinder später seltener Verhaltensstörungen zeigen.

Ihr Baby ist Ihnen beim Stillen ein kompetenter Partner, der Ihnen Signale gibt, wenn er mit dem Stillen zufrieden ist oder wenn ihm etwas nicht gefällt. So merkt Ihr Kind sicher bald, wenn das Stillen zur Pflichtübung wird. 

Auf jeden Fall gehört zum erfolgreichen Stillen eine besonders entspannte Atmosphäre. Achten Sie darauf, dass Sie nicht gestört werden und sich ganz auf Ihr Kind konzentrieren können – zumindest in den ersten Wochen. Wenn sich das Stillen erst einmal eingespielt hat, ist das nicht mehr zwingend notwendig, und dann haben die meisten Mütter (und Kinder!) kein Problem mehr damit, beim Stillen zu lesen, telephonieren, fernzusehen oder zu essen. Aber schöner ist es natürlich, wenn Sie sich ganz auf Ihr Baby konzentrieren können.


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Newsticker

Säuglingsernährung und Abwehrkräfte: In einer Studie mit Affen untersuchten Forscher die Effekte von Muttermilch und Ersatznahrung (Schoppenernährung) auf das Immunsystem während der ersten sechs Monate. Es entwickelten sich zwei Arten von Immunsystemen mit einer unterschiedlichen physiologischen Keimbesiedlung im Darm. Bei den Tieren, die Muttermilch erhielten, fand man eine reichere und diversifiziertere Darmflora mit besserem Abwehrschutz als bei den Altersgenossen, die Ersatznahrung bekommen hatten. Auch nach dem Abstillen blieben diese Unterschiede bestehen, obwohl die Tiere dann die gleiche Nahrung erhielten.(swissmom Newsticker, 16.3.15)

Letzte Aktualisierung: 05.2016, MR