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Wie viel Milch braucht mein Baby?

Wenn Sie Fertigmilch verwenden und Ihrem Kind dann den Schoppen geben, wenn es Hunger hat, besteht kaum Gefahr, dass es zu wenig Milch erhält. Prüfen Sie aber dennoch hin und wieder den Zustand des Saugers. Ist das Loch zu klein, kann es vorkommen, dass das Kind zwar stark saugt, aber zu wenig Milch das Loch passieren kann.

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Grösser ist schon die Gefahr, dass Schoppenkinder überfüttert werden. Zwingen Sie Ihr Kind nie zu trinken, wenn es nicht will. Achten Sie auch darauf, dass das Loch im Nuggi nicht zu gross ist oder wird, damit die Milch nicht in den Mund des Kindes läuft, ohne dass es wirklich saugt. Das Loch ist nicht zu gross, wenn aus der umgedrehten Flasche die Milch nur heraustropft.

Orientieren Sie sich an den auf der Packung angegebenen Mengen von Milchpulver und Wasser, die ein Kind in dem jeweiligen Alter im Durchschnitt zu sich nehmen sollte. Das ist in der Regel ein Sechstel des eigenen Körpergewichts pro Tag. Eine Mahlzeit sollte nicht mehr als 230 ml betragen, um die Aufnahmekapazität des Magens nicht zu überschreiten.

 

Richtwerte für die tägliche Energie- und Flüssigkeitszufuhr:

Alter Flüssigkeitszufuhr Energiezufuhr
0-4 Monate ca. 800 ml ca. 500 kcal
4-12 Monate ca. 1000 ml ca. 700 kcal

Gesamttrinkmenge täglich:

Körpergewicht Flüssigkeitszufuhr
3000 g ca. 500 - 700 ml
4000 g ca. 600 - 800 ml
5000 g ca. 700 - 900 ml
6000 g ca. 800 - 1000 ml

Für Kinder von 5 Monaten wird eine optimale Flüssigkeitszufuhr von 900 - 1000 ml empfohlen, davon 400 - 500 ml über Getränke (Milch, Tee, Wasser) und 500 ml über in fester Nahrung (Brei, Obst) enthaltene Flüssigkeit.

Aber nicht jedes Baby trinkt gleichviel. Wenn Ihr Baby, nachdem es eine Flasche geleert hat, immer noch Hunger zu haben scheint, bereiten Sie einen weiteren Schoppen von 20 ml vor und bieten Sie ihn an. Ist Ihr Baby gewichtsmässig im obersten Normbereich, können Sie auch etwas mehr Wasser bei der Schoppenzubereitung verwenden. Die Nahrung behält dann den gleichen Energie- und Nährstoffgehalt, die Trinkmenge insgesamt wird aber grösser und dadurch die Sättigung etwas verlängert.

An heissen Tagen oder wenn Ihr Baby Fieber hat, braucht es mehr Flüssigkeit, dies z.B. in Form von abgekochtem Wasser oder ungesüsstem Tee.

Bedenken Sie auch, dass Hunger nicht der einzige Grund ist, warum ein Baby schreit. Man sollte nicht immer gleich die Schoppenflasche parat haben, sondern auch andere Bedürfnisse wie Sehnsucht nach Nähe oder Beschäftigung berücksichtigen.

Newsticker

Grosse Flasche, dickes Kind | 03.09.2016

Immer mehr Kinder sind bereits im Alter von zwei Jahren zu dick. Eine Studie an vier Kinderkliniken in den USA hat eine logische Ursache gefunden. Im Alter von zwei Monaten wurden 386 Mütter, die ihre Kinder nicht stillten, nach der Grösse der Babyflaschen gefragt und wie häufig sie ihre Säuglinge füttern. Etwa die Hälfte benutzte grössere Schoppenflaschen, die knapp 180 ml fassten. Vier Wochen später hatten die mit den grossen Flaschen gefütterten Säuglinge 5 bis 20 Prozent mehr an Gewicht zugelegt als die Säuglinge, die mit kleineren Flaschen gefüttert wurden und waren für ihr Alter und bezogen auf ihre Körpergrösse zu schwer. Mütter, die ihre Kinder nicht stillen, verlieren schnell das Gefühl für die notwendige Nährstoffmenge. Ein schreiendes Baby ist eben nicht immer ein hungriges Baby. Wenn es beim Füttern abwehrende Bewegungen macht oder den Kopf zur Seite dreht, ist es sicher satt.

Letzte Aktualisierung : 04.2016, MR

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