Schlafen im ersten Lebensjahr
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Babys Schlaf

Ein zufrieden schlummerndes Baby ist ein wunderbarer Anblick. In den ersten Lebenswochen schlafen Babys sehr viel. Die meisten erwachen, weil sie Hunger haben und schlafen nach dem Stillen oder der Schoppenmahlzeit bald wieder ein. Mit zunehmenden Lebenswochen nehmen auch die wachen Phasen zu. Währen diesen Zeiten nimmt Ihr Kind enorm viel wahr, was es dann wiederum im Schlaf verarbeitet.

Dieser Rhythmus zwischen schlafen, essen und wach entwickelt sich erst nach und nach. Ihr Baby muss sich zuerst einmal auf der Welt zurechtfinden.

Nicht jedes Baby braucht gleich viel Schlaf

Ungefähr 16 bis 18 Stunden, verteilt auf mehrere Phasen, schlafen Babys in den ersten drei Monaten täglich. Aber das sind nur Durchschnittswerte und gelten nicht für alle Kinder. Währen die einen Babys wahre Murmeltiere sind, ist es bei den anderen viel schwieriger, sie zum Schlafen zu bringen. Ausserdem kann auch die Schlafdauer variieren, manche Kinder schlafen nur kurze Zeit am Stück, andere wiederum gleich mehrere Stunden.

Kein Baby entscheidet sich bewusst, jetzt zu schlafen, vielmehr werden sie vom Schlaf übermannt. Aber es gilt auch das Gegenteil: Ein Baby, das nicht müde ist, wird auch nicht einfach so einschlafen, auch wenn Sie denken, dass es doch müde sein müsste.

Häufige Frage zum Thema

Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, wenn Ihr Baby während des Schlafes heftig strampelt. Dadurch werden seine Muskeln und auch seine grauen Zellen trainiert. Eltern sollten nicht bei jedem Strampeln oder kurzem Augenöffnen zum Bettchen laufen.

Prof. Annette Karmiloff-Smith vom Institute of...

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Wie Babys gut einschlafen

Vor allem in den ersten drei Monaten braucht Ihr Baby einen engen Körperkontakt, denn in Ihrer Nähe fühlt es sich sicher und geborgen. Wenn es dieses Gefühl vermittelt bekommt, kann es in Ruhe einschlafen. Oft müssen Babys deshalb in den Schlaf hinein begleitet werden.

Wenn Ihr Baby müde ist, atmet es gleichmässiger, bewegt sich weniger, die Muskulatur entspannt sich und es wird schlaffer. Sein Blick wird leicht glasig und verträumt. Es gähnt, reibt sich die Augen. Manche Kinder machen auch ein Fäustchen und wenden sich ab. Achten Sie darauf, dass es in dieser Phase nicht gestört wird, zum Beispiel durch Musik oder Aufmerksamkeit. Dann überwindet es nämlich die Müdigkeit und wird wieder munter. 

Sind sie dann aber eingeschlummert, schlafen Säuglinge für gewöhnlich sehr tief. Sie werden feststellen, dass Ihr Kind durch die üblichen Geräusche in einem Haushalt, solange sie von normaler Lautstärke sind, nicht aufwacht. Es ist auch für das Kind selbst besser, wenn es sich daran gewöhnt, tagsüber bei normalem Geräuschpegel zu schlafen. Eine plötzliche Veränderung der Geräuschkulisse – ein lauter Knall oder plötzliche Stille – wird das Baby eher erwachen lassen als regelmässige, nicht übermässig laute Hintergrundgeräusche.

Was es braucht, damit ein Baby durchschläft

In den ersten Wochen sind die Schlaf- und Wachphasen gleichmäßig über den Tag und die Nacht verteilt. Nach ein paar Wochen wird dann aber die Zeit, in der Ihr Kind wach ist, länger und es beginnt, sich einen Tag-Nacht-Rhythmus anzueignen. Dieser Rhythmus bedeutet allerdings nicht, dass es nachts nicht erwacht, es wird aber wahrscheinlich immer ungefähr zur selben Zeit sein.

Dass ein Kind 6 bis 8 Stunden am Stück schläft, ist erst ab dem 6. Monat wahrscheinlich. Voraussetzung für das Durchschlafen ist unter anderem, dass Ihr Kind nachts nicht aus Hunger erwacht. Trotzdem darf das Durchschlafen nicht von der Ernährung abhängig gemacht werden, es gehört auch ein Reifeprozess dazu.

Und auch wenn Ihr Kind durchschläft wird es immer wieder Phasen geben, in denen die Nächte unruhig sind. 

Häufige Fragen zum Thema

Beobachtungen haben gezeigt, dass sich Säuglinge nach ein paar Wochen auf den Tag-Nacht-Rhythmus einstellen. Die meisten Babys haben im Alter von 6 Monaten einen regelmässigen Rhythmus gefunden. Dafür braucht das Kind aber auch Fixpunkte wie das Aufstehen morgens, das Zubettgehen abends,...

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In besonderen Situationen kann es notwendig sein, Kinder zum Stillen zu wecken. Das ist der Fall, wenn Kinder nicht genügend an Gewicht zunehmen. Auch bei Neugeborenen mit Gelbsucht (erhöhte Bilirubinwerte) muss auf regelmässiges Stillen geachtet werden, denn ein Mangel an Flüssigkeit und Nahrung...

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So schläft ihr Baby in Sicherheit

Am sichersten schläft Ihr Baby in einem nicht zu warmen Raum auf dem Rücken ohne Decke, dafür mit einem Babyschlafsack. 

Die Rückenlage hat sich als Prävention gegen den plötzlichen Kindstod als die sicherste Lagerung erwiesen. Die Seitenlage wird nicht mehr empfohlen, da das Baby dabei auf einer Hüftseite liegt und sich dies wiederum nicht günstig auf die Entwicklung des Hüftgelenks auswirken kann. 

Mit einem Babyschlafsack ist Ihr Baby jederzeit zugedeckt. Eine Decke könnte Ihr Kind einerseits wegstrampeln, sich aber andererseits auch über das Gesicht ziehen.

Häufige Fragen zum Thema

Babys, die auf dem Rücken schlafen, haben ein geringeres Risiko für den plötzlichen Kindstod. Damit es in dieser Position nicht zu Verformungen des Hinterkopfs kommt, sollte das Köpfchen aber möglichst immer wieder auf eine andere Seite zeigen. Durch eine einseitige Schlafposition kann es sonst zu...

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Natürlich ist die Rücklenlage für Babys die sicherste Schlafposition. Ihre Ängste sind ganz normal. Wir möchten Sie jedoch beruhigen: In den ersten Monaten (die für den plötzlichen Kindstod die grösste Rolle spielen) drehen sich die Babys kaum von selbst.

Falls sich Ihr Baby dann doch zu drehen...

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Weil Babys noch Probleme damit haben, ihre Körpertemperatur stabil zu halten, kühlen sie leicht aus. Vor allem die Füsschen fühlen sich oft kalt an. Eine warme Bettflasche für Kinderwagen oder Bettchen kann wohltuend sein - aber auch gefährlich! Eine zu heisse oder undichte Wärmflasche kann das Baby...

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Babys Schlafplatz

Ob nun in der Wiege, im Babybett, im Stubenwagen oder in der Hängematte, im eigenen Zimmer, im Elternschlafzimmer oder sogar im Familienbett: Wo das Baby schläft, ist schon beinahe eine Frage der Weltanschauung, die jede Familie für sich selbst beantworten muss. 

Häufige Frage zum Thema

Die Schlafforschung bietet dazu keine eindeutige Erklärung. Es lässt sich aber bei vielen Babys beobachten, dass nicht nur das Wiegen, sondern auch viele andere Formen einer rhythmischen Stimulation, wie Fahrten in einem Zug oder mit dem Auto, "schlaffördernd" wirken. Schon ein Ausflug im gut...

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Zeitumstellung

Zweimal im Jahr wird die Zeit umgestellt und beide Male wird dabei der Schlafrhythmus Ihres Kindes durcheinander gebracht. Babys haben mit der Zeitumstellung oft besonders zu kämpfen, denn Ihr Rhythmus ist oft noch nicht so gefestigt und kann darum empfindlich gegenüber Veränderungen reagieren. Wenn Ihr Kind also in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung unzufriedener und quengeliger ist als sonst, können Sie es darauf zurückführen.

Letzte Aktualisierung : 25-01-21, KM

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