Brei, bitte!

Bereit für den Brei?

Muttermilch deckt im Allgemeinen den Nährstoffbedarf in den ersten sechs Lebensmonaten. Beikost sollte frühestens mit Beginn des fünften Monats und spätestens mit Beginn des siebten Monats zusätzlich eingeführt werden. In diesem Zeitraum mit Beikost anzufangen, ist sicher und hat keine gesundheitlichen Nachteile - auch nicht für Babys mit erhöhtem Allergierisiko. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer wissenschaftlichen Stellungnahme.

Vor dem fünften Lebensmonat sollte es allerdings nicht losgehen. Denn erst ab einem Alter von vier Monaten sind Nieren und Verdauungstrakt bei reif geborenen Säuglingen ausreichend entwickelt, um Beikost verdauen zu können.

Wann Babys aber wirklich das erste Mal Brei probieren dürfen, bestimmen sie am besten selbst – und das hängt vom individuellen Entwicklungsstand ab, das heisst von seiner Essfähigkeit, seinem Gedeihen und seinem Interesse für Beikost. Eltern sollten deshalb auf die Reifezeichen ihres Kindes achten.

Der richtige Zeitpunkt für die Einführung von Beikost ist,

  • wenn das Baby mit Hilfe aufrecht sitzen und den Kopf selbstständig halten kann.
  • wenn es sich dafür interessiert, was Eltern, Geschwister und andere Personen essen.
  • wenn es den Mund öffnet, wenn der Löffel kommt.
  • wenn es den Brei nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund drückt.

Bei manchen Kindern entwickeln sich diese Fähigkeiten und Fertigkeiten früher, bei manchen erst später. Die meisten Kinder können mit fünf bis sechs Monaten Brei mit der Zunge transportieren.

Wichtig ist, dass die Beikost zunächst nur eine Ergänzung zum Stillen oder der Flasche ist. Erst nach und nach kann sie die Milchmahlzeiten ersetzen.

Letzte Aktualisierung: 02.2017, BH