Muss man denn unbedingt impfen, solange das Kind noch so klein ist?

Säuglinge werden bereits ab der sechsten Lebenswoche gegen Rotaviren und nach dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen weitere sechs Erkrankungen geimpft, um ihnen so früh wie möglich einen Impfschutz zu geben.

Erkranken Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten an Keuchhusten (Pertussis), kommt es in 25 Prozent der Fälle zu Komplikationen wie Lungenentzündungen. Bei älteren Kindern beträgt die Komplikationsrate noch fünf Prozent. Eine Keuchhustenschutzimpfung in den ersten zwei Monaten reduziert die Keuchhusten-bedingten Spitalaufenthalte um rund zwei Drittel.

Säuglinge können sich bei ungeimpften Kontaktpersonen anstecken. So sind Mütter mit einem Anteil von 39 Prozent die häufigste Quelle für Pertussis-Infektionen bei Säuglingen im Alter bis sechs Monate.

Quelle: www.coliquio.de

Newsticker

Keuchhusten wird erwachsen: Keuchhusten (Pertussis) ist keine Kinderkrankheit mehr - das Durchschnittsalter der Erkrankten ist auf 42 angestiegen. Viele Erwachsene haben keinen oder einen lückenhaften Impfschutz. Und: Keuchhusten wird bei Erwachsenen seltener diagnostiziert. Experten gehen davon aus, dass bis zu 20 % aller Erwachsenen, die länger als eine Woche husten, unter einer Keuchhusteninfektion leiden. Erwachsene gelten daher als häufigste Ansteckungsquelle für noch ungeimpfte Babys und Kleinkinder, bei denen eine Infektion zu lebensbedrohlichem Atemstillstand führen kann. Nestschutz gibt es nicht, eine Schutzimpfung ist erst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat möglich. Enge Kontaktpersonen sollten unbedingt ihren Impfschutz überprüfen.(swissmom Newsticker, 9.11.15)

Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft: Keuchhusten (Pertussis) kann bei Säuglingen lebensbedrohlich sein, deshalb sollte bei ihnen sofort nach Vollendung des zweiten Lebensmonats die Impfung begonnen und zeitgerecht fortgeführt werden. Doch manche Kinder stecken sich bereits in der Neugeborenenzeit an. Nun gibt es Überlegungen, schon Schwangere zu impfen, damit sie ihrem Neugeborenen in den kritischen ersten Wochen den Nestschutz durch ihre Antikörper weitergeben können. Eine US-Studie beweist: Die Keuchhusten-Impfung bei werdenden Müttern ist sicher, die Rate von Nebenwirkungen ist nicht erhöht. Vor einer Geburt sollte zudem der Keuchhusten-Schutz bei allen Kontaktpersonen und Betreuern des Kindes überprüft werden. (swissmom Newsticker, 29.3.16)

Letzte Aktualisierung : 13-06-18, BH