Hand-Fuss-Mund-Krankheit

Die HFM-Erkrankung ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, weshalb es häufig kleine Epidemien in Tagesstätten und Kindergärten gibt. Sie tritt überwiegend im Frühjahr und Sommer und bei Kindern zwischen 2 und 6  Jahren auf und verläuft in der Regel komplikationslos. Da oft nur ein Teil der Kinder mit Symptomen erkrankt, wird vermutet, dass sie bei den meisten Kindern symptomlos verläuft.

Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) oder durch Kontakt mit dem Bläscheninhalt, Speichel oder Stuhl, über Türklinken, Handtücher usw. Die Ansteckungsgefahr ist am höchsten zwei bis drei Tage vor Beginn der Krankheit und dauert bis zum Abheilen der Bläschen.

Drei bis sieben Tage nach der Infektion kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, allgemeinem Krankheitsgefühl und eventuell Husten, oft gefolgt von einem roten, juckenden Hautausschlag im Bereich von Mund und Nase. Danach erscheint ein Ekzem an den Händen und Füssen, bei Säuglingen auch im Windelbereich, das in weissgraue Bläschen mit schmalem roten Rand übergeht. In der Mundschleimhaut entstehen schmerzhafte Geschwüre (Aphthen). Inhalt und Oberfläche sind virushaltig und deshalb hoch ansteckend! Nach rund einer Woche bis 10 Tagen heilen die Bläschen ohne Krustenbildung wieder ab.

Die Behandlung kann nur die Symptome lindern. Antibiotika wirken bei Viren nicht und eine Impfung gibt es nicht. Viel trinken ist wichtig zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts durch Fieber und Schnupfen. Fiebersenkend wirken Wadenwickel, zum Beispiel Essigwickel oder kalte Kompressen in den Leisten, und Zäpfchen gegen Fieber. Ihr Kind darf Gemeinschaftseinrichtungen (Schule, Kindertagesstätte und Kindergarten) erst wieder besuchen, sobald es fieberfrei und der Ausschlag abgeklungen ist.

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Stand: 07/14, BH