Mütter der Welt 2011 - Schweiz auf  Platz 14

Zum Muttertag am 8. Mai stellte „Save the Children“ den aktuellen „Bericht zur Lage der Mütter der Welt“ vor. Bereits zum 12. Mal veröffentlicht die weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation diese Studie, in der die Lebensumstände von Müttern in 164 Ländern untersucht wurden. Ganz oben auf der Liste: Norwegen, Australien und Island. Auf den letzten Plätzen: Afghanistan, Niger und Guinea-Bissau. Die Schweiz landet auf Platz 14.

Neben Faktoren wie Lebenserwartung, Schulbildung und Einkommen wird in dem Bericht vor allem die Gesundheitsversorgung von Frauen und Müttern untersucht. Die Unterschiede sind gewaltig: Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt bei 81 Jahren, in Afghanistan bei gerade einmal 45 Jahren. Während in der Schweiz praktisch jede Schwangere medizinisch betreut wird, werden in Afghanistan nur 14 Prozent aller Geburten von ausgebildeten Hebammen oder Ärzten durchgeführt. Entsprechend hoch ist die Mütter- und Kindersterblichkeit: Eine von elf Müttern stirbt bei der Geburt.

Ein wichtiger Schlüssel für das Wohlergehen und die Gesundheit von Frauen und Kindern sind Hebammen. Gut ausgebildete Geburtshelferinnen könnten weltweit jährlich 1,3 Millionen Kinder und 360.000 Müttern das Leben retten. Save the Children hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, in den kommenden fünf Jahren in Ländern wie Afghanistan 400.000 Geburtshelferinnen und Gesundheitsmitarbeiter auszubilden.

Erfolgsgeschichten überall auf der Welt zeigen, dass die Ausbildung von Hebammen der richtige Weg ist. In Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, ist die Kindersterblichkeit seit 1990 um 64 Prozent zurückgegangen. „Dank der von Save the Children ausgebildeten Geburtshelferinnen ist es in Bangladesch gelungen, die Säuglingssterblichkeit vor allem in ländlichen Gebieten um ein Drittel zu senken“, so Asa Sjöberg Langner, Projektverantwortliche bei Save the Children Schweiz. „Mit einer relativ einfachen, kostengünstigen Ausbildung können die Frauen lebensrettendes Wissen über Schwangerschaft, Geburt, Hygiene und Stillen weitergeben und so Millionen Müttern und Kindern das Leben retten.“

Quelle und ausführlichere Informationen: www.savethechildren.ch

Stand: 5/11, BH