Erst Marathon-Lauf, dann Gebärsaal

Marathonläufer gelten gemeinhin als etwas verrückt. Dieses Klischee bestätigte eine junge Frau aus den USA nun auf recht ungewöhnliche Art und Weise. Die hochschwangere Amber Miller hat selbst die bevorstehende Entbindung nicht vom diesjährigen Chicago Marathon abhalten können. Die 27-Jährige bewältigte die 42 km und brachte ihr Baby weniger als sieben Stunden nach dem Zieleinlauf gesund zur Welt.

Amber Miller hatte bereits unter ärztlicher Aufsicht seit Monaten für den Marathon trainiert. Schliesslich hatte der Arzt die Erlaubnis zur Teilnahme gegeben, unter der Bedingung, dass sie die Hälfte der Strecke gehend zurücklegt. Die im neunten Monat Hochschwangere war mit ihrem Mann zusammen losgelaufen und von den Zuschauern bejubelt wurden. Auf der Strecke war sie bester Laune und genoss die Aufmerksamkeit: “Jeder hat mich angestarrt. Es kamen eine Menge interessanter Kommentare. Es war lustig für mich, die Reaktionen aus dem Publikum zu sehen.“

Nach 6.25 h erreichte sie das Ziel. „Ich hätte nie gedacht, dass ich den Marathon noch zu Ende laufen kann! Nach der Zielankunft kamen die Wehen regelmässig, also habe ich gestoppt, nahm mir ein Sandwich und fuhr ins Krankenhaus“, erzählt die Marathonläuferin.

Nur sieben Stunden später erblickt Töchterchen June Audra ohne Komplikationen das Licht der Welt. „Sie ist perfekt“, erklärt die frischgebackene Mutter, „wir sind extrem glücklich, aber müde!“

Schon bei ihrer ersten Schwangerschaft mit Sohn Caleb (1) war Amber Miller bis zum Ende der Schwangerschaft Marathons mitgelaufen.

Stand: 10/11, BH