Stillen in der „Diskretzone“

Der Bernische Apothekerverband und die CVP des Kantons Bern haben gemeinsam den „Stillkleber“ in Bern lanciert. Damit haben junge Mütter schweizweit inzwischen die Möglichkeit, ihre Babys in über 200 „Diskretzonen“ zu stillen.

Nach dem Rausschmiss einer stillenden Mutter im Zürcher Restaurant Lakeside ist die CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer aktiv geworden: Gemeinsam mit dem Zürcher Apothekerverband lancierte sie 2007 die Aktion Stillzone. Apotheken, Restaurants, Bahnhöfe und andere Betriebe in der gesamten Schweiz haben sich darin zusammengeschlossen und bieten Müttern einen Raum zum Stillen. Alle beteiligten Unternehmen kennzeichnen ihre Mitgliedschaft mit dem sogenannten „Stillkleber“ an der Eingangstür. Selbstverständlich ist dort auch Abpumpen möglich.

"Es gibt keinen Grund, weshalb stillende Mütter nach Hause verbannt werden sollten", sagt CVP-Politikerin Alexandra Perina-Werz. Leider gebe es in der Stadt aber kaum Möglichkeiten, die Brust zu entblössen, ohne bösen Blicken ausgesetzt zu sein. Die geniale Lösung: Ein grüner Stillkleber weist beim Eingang der Apotheken darauf hin, dass sich Mütter mit ihren Säuglingen in einen ruhigen Winkel zurückziehen können. Das Angebot ist gratis.

Nationalrätin Barbara Schmid-Federer, „Mutter“ des Stillklebers sagte: „Mit der heutigen Lancierung in Bern erreichen wir nach knapp zweieinhalb Jahren bereits die 200er Grenze. Das sind 200 Möglichkeiten für junge Mütter, ihren Tagesablauf unabhängig zu gestalten - zum Wohl auch der Kinder, die unsere Zukunft sind.“

Die Liste der stillfreundlichen Unternehmen und eine Bestellmöglichkeit für den Stillkleber finden sich unter http://www.avkz.ch/stillzone.

Stand: 4/10, BH