Genfehler und Katzen erhöhen Ekzem-Risiko bei Babys

Die Ursachen für die Entstehung von Ekzemen sind bis heute noch nicht vollständig erforscht. Es ist jedoch bekannt, dass Chemikalien, die allergische Reaktionen auslösen können, ein Wiederaufflammen begünstigen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine Wechselwirkung zwischen diesen Chemikalien und den Genen eines Menschen besteht. Gene allein erklären jedoch nicht, warum ein Ekzem entsteht. Manche Menschen scheinen fehlerhafte Gene in sich zu tragen und trotzdem nie zu erkranken.

Wissenschaftler der University of Dundee in Schottland und der Universität Kopenhagen untersuchten nun die Verbindung zwischen Umweltfaktoren und dem Entstehen der Krankheit bei Kindern. Bei 892 Babys wurde erforscht, welchen Unterschied der Kontakt mit Katzen, Hunden und den Allergenen der Hausstaubmilben bei Kindern macht.

Interessant war dies vor allem bei Kindern mit Veränderungen am Filaggrin-Gen. FLG ist ein Gen, das eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Haut spielen soll. Manche Varianten des Gens beeinträchtigen diese Funktion. Eine Folge ist vermehrter Wasserverlust und Austrocknung der Haut. Da dann auch Allergene leichter in die Haut eindringen, könnten die Mutationen im Filaggrin-Gen die Ekzemanfälligkeit erhöhen, vermutete die Forschergruppe.

In der Studie konnte die Forschergruppe nachweisen, dass eine mutierte Form des Gens FLG das Risiko, an einem Ekzem zu erkranken, bei Kindern im ersten Lebensjahr verdoppelt. Dieses Risiko erhöhte sich auf das Vierfache, wenn im Haushalt der Kinder mit Mutationen im Filaggrin-Gen eine Katze lebte.

Hunde hatten dagegen weder einen negativen noch einen positiven Einfluss auf das Ekzem-Risiko. Auch Hausstaubmilbenallergene hatten keinen Einfluss auf die Ekzemhäufigkeit.

Quelle: Public Library of Science (2008; 5: e131)

Stand: 07/08, BH