Weltkrebstag 2008: Die Krebsliga setzt sich für den Schutz der Kinder vor dem Passivrauch ein.

Der Tabakrauch ist für Kinder in der Schweiz nach wie vor der Luftschadstoff Nr. 1. Fast die Hälfte aller Schulkinder, allen voran Kinder aus sozial tieferen Schichten, ist regelmässig dem Tabakrauch ausgesetzt. Dies folgt aus der Schweizer Studie über Atemwegsbeschwerden und Allergien bei Schulkindern SCARPOL, erarbeitet im Rahmen des NFP 26 (Nationales Forschungsprogramm 26), das 1995 abgeschlossen wurde.

Krebsliga Schweiz fordert ein einheitliches nationales Gesetz

Die Krebsliga Schweiz schliesst sich der internationalen Kampagne gegen das Passivrauchen an. Diese wurde am Montag, 4. Februar im Rahmen des Weltkrebstages lanciert. Zum Schutz vor Passivrauchen verlangt die Krebsliga Schweiz zudem als wichtigste Massnahme ein einheitliches nationales Gesetz. Dieses soll alle geschlossenen Räume, die öffentlich zugänglich sind oder als Arbeitsplätze dienen, für rauchfrei erklären inklusive der gastgewerblichen Betriebe. Bis dieses Ziel erreicht ist, unterstützt die Krebsliga auch entsprechende kantonale Vorstösse wie die Volksinitiative «Passivrauchen und Gesundheit», die im Kanton Genf am 24. Februar 2008 zur Abstimmung kommt.

Die Motivation zum Rauchstopp

Gleichzeitig gilt es Raucher und Raucherinnen für einen Rauchstopp zu motivieren – allen voran rauchende Eltern. Seit dem Start im Jahr 2001 engagiert sich die Krebsliga Schweiz im «Nationalen Programm zur Förderung des Rauchstopps», gemeinsam mit der Schweizerischen Herzstiftung, der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz und dem Bundesamt für Gesundheit. Dieses Programm hat zum Ziel, dass alle rauchenden Patientinnen und Patienten in der ärztlichen Praxis, bei der zahnärztlichen Kontrolle oder bei einem Besuch in der Apotheke kurz und kompetent auf die Rauchentwöhnung angesprochen werden.

Persönliche Hilfe zum Aufhören bietet die Krebsliga rauchenden Müttern und Vätern und allen anderen Rauchenden mit der nationalen Rauchstopplinie 0848 000 181. Die speziell ausgebildeten Beraterinnen kennen sich in den verschiedenen wissenschaftlich erprobten Aufhörmethoden bestens aus. Der Telefonservice erfolgt deutsch, französisch oder italienisch, geöffnet ist die Rauchstopplinie montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr.

«Ich trage jetzt Verantwortung für zwei - ich rauche nicht mehr»

Anlässlich des Weltkrebstags 2008 veröffentlicht die Krebsliga die Broschüre «Passivrauch - Schützen Sie Ihre Kinder». Die Broschüre informiert über die gesundheitlichen Schäden, die das Passivrauchen bei Säuglingen und Kleinkindern anrichtet. Die Broschüre kann in Deutsch, Französisch und Italienisch auf der Homepage der Krebsliga bestellt werden.

Die Krebsliga Schweiz ist eine privatrechtlich geführte nationale Organisation und dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie ist als Verband organisiert und vereinigt 20 kantonale und regionale Ligen. Sie wird vorwiegend durch Spenden finanziert und arbeitet in der Forschungförderung, in der Krebsprävention und für die Unterstützung Kranker. Die Krebsliga Schweiz mit Hauptsitz in Bern wurde 1910 gegründet und beschäftigt 80 meist teilzeitangestellte Mitarbeitende.

Stand: 02/08, BH