Muttermilch wird wertvoller durch Verzehr von Bio-Lebensmitteln

Die Muttermilch enthält mehr wertvolle ungesättigte Fettsäuren, wenn Stillende bei Milch- und Fleischprodukten überwiegend zu Bio-Lebensmitteln greifen. So lautet das Fazit einer Studie mit mehr als 300 Frauen in den Niederlanden.

Das internationale Forscherteam befragte 312 Schwangere zu ihrer Ernährungsweise und nahm einen Monat nach der Entbindung Muttermilchproben. Die Untersuchung der Fettsäurezusammensetzung zeigte, dass die Ernährung offenbar die Qualität der Milch beeinflusst.

Je häufiger sich die Frauen bei Milchprodukten, Rind- und Lammfleisch für Öko-Erzeugnisse entschieden, desto höher war der Gehalt an konjugierter Linolsäure (CLA) und deren Vorstufe, der trans-Vaccensäure (TVA). Diese Substanzen entstehen auf natürliche Weise durch bakterielle Stoffwechselprozesse im Pansen von Wiederkäuern. Obwohl es sich bei der trans-Vaccensäure – wie der Name schon sagt – um eine Transfettsäure handelt, wird ihre Wirkung auf den Blutcholesterinspiegel eher als positiv eingeschätzt. Im Körper wird sie in die wertvolle Fettsäure CLA umgewandelt, der eine positive Wirkung bei Diabetes, Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben wird. Ökologisch gehaltene Kühe bilden besonders viel CLA, was vermutlich auf das frische Gras und den hohen Faseranteil im Futter zurückzuführen ist. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um diese Studienergebnisse und eine positive Wirkung der Fettsäuren zu untermauern.

Quelle: Rist, L. et al.: British Journal of Nutrition, Bd. 97, Nr. 4, S. 735-743, 2007