Keine Kostenbeteiligung bei Risikoschwangerschaften

Krankenkassen sollen werdende Mütter bei Risikoschwangerschaften oder Fehlgeburten nicht mehr an den Kosten beteiligen dürfen. Der Ständerat hat wie bereits der Nationalrat am Dienstag drei Motionen für eine entsprechende Anpassung des Krankenversicherungsgesetzes zugestimmt. Die Motionärinnen Chantal Gallade (SP/ZH), Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG) und Franziska Teuscher (Grüne/BE) wollen im Gesetz ausdrücklich festhalten, dass die Krankenkasse auf Leistungen bei Mutterschaft keine Kostenbeteiligung erheben darf.

Dazu gehören zum einen die gleichen Leistungen wie bei Krankheit und zum anderen die besonderen Leistungen: Die von Ärzten oder Hebammen durchgeführten oder ärztlich angeordneten Kontrolluntersuchungen während und nach der Schwangerschaft, aber auch die Entbindung zu Hause, in einem Spital oder einer Einrichtung der teilstationären Krankenpflege sowie die Geburtshilfe durch Ärzte oder Hebammen. Schliesslich gehört auch die notwendige Stillberatung, die Pflege und der Aufenthalt des gesunden Neugeborenen dazu, solange es sich mit der Mutter im Spital aufhält.

Stand: 10/07, PvE