Integrierte Kinderautositze: Erstmals vom TCS geprüft

Die meisten Kinderautositze werden im Baby Fachgeschäft oder in Supermärkten gekauft. Nun gibt es aber auch integrierte Kinderrückhaltevorrichtungen bei einzelnen Automarken im Angebot. Diese ausklappbaren, fix installierten Systeme sind wenig verbreitet, da sie teuer sind. Der TCS hat nun zusammen mit anderen Automobilclubs erstmals einen Vergleichstest durchgeführt, um die Wirksamkeit solcher integrierter Kinderautositze zu überprüfen.

Verglichen mit den herkömmlichen Sitzen schnitten die integrierten Systeme schlechter ab. Eine wichtige Erkenntnis: Die Schutzwirkung der einzelnen integrierten Kinderautositze unterscheidet sich stark. Der Schutz des Kindes im integrierten Sitz kann durch einen Seitenairbag wesentlich erhöht werden. Die ausgeprägten Seitenwangen eines normalen Sitzes schützen trotzdem noch besser.

Die Ergebnisse als pdf können auf der Homepage des TCS eingesehen werden. Generell zu betonen ist, dass integrierte Kindersitze für Leute, die ihr Kind nur ab und zu mitführen oder Taxis geeignet sind. Aber ein herkömmlicher Kinderautositz ist nicht durch einen integrierten Sitz ersetzbar, weil er nicht in ein anderes Fahrzeug eingebaut werden kann.

Vorteile integrierter Kinderautositze:

  • Ein integrierter Sitz ist jederzeit verfügbar
  • Die Bedienung ist relativ einfach
  • Der Platzbedarf ist klein

Nachteile der integrierten Rückhaltevorrichtungen:

  • Bei gemachter Fahrzeugwahl ist man auf das System fixiert
  • Bei Systemen mit Fahrzeuggurt kann der Gurtverlauf schlechter an das Kind angepasst werden
  • Der Sitz kann nicht in ein anderes Fahrzeug umgebaut werden
  • Sitzplätze mit integrierten Kinderautositzen bieten nicht den gleichen Komfort
  • Eine Nachrüstung ist zwar möglich, aber sehr kostspielig.

Quelle: touring, test und technik, 26.1.2006
www.tcs.ch

Stand: 02/06, AS