Vitamin C ist wichtig für stillende Mütter

Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren einer kürzlich veröffentlichten Übersichtsstudie. Die Wissenschaftler analysierten in fünf verschiedenen Untersuchungen den Einfluss von Orangensaft und Vitamin C-Tabletten auf die Muttermilch stillender Frauen aus Afrika und Europa. Bei Afrikanerinnen steigert regelmässiges und langfristiges Trinken von Orangensaft den Vitamin C-Anteil in der Muttermilch. Bei einer Vitamin C-Nahrungsanreicherung steigt der Vitamin C-Gehalt der Muttermilch sowohl bei Afrikanerinnen als auch bei Europäerinnen an.

Die Studie verdeutlichte, dass Stillende aus Entwicklungsländern generell einen niedrigeren Vitamin C-Status und ein geringeres Körpergewicht haben als Europäerinnen. Dadurch lassen sich auch teilweise Rückschlüsse über den Gesundheitszustand von Säuglingen in Entwicklungsländern ableiten. Skorbut ist eine typische Vitamin C-Mangelerkrankung und heute noch in Teilen Afrikas verbreitet. Sie äussert sich in schlechter Wundheilung, Verformung der Gliedmassen und Zahnfleischbluten. Eine ausreichende Vitamin C-Versorgung stillender Frauen ist daher für eine optimale Kindesentwicklung entscheidend.

Der menschliche Körper kann Vitamin C nicht bilden. Er ist deshalb auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Wahre Vitamin C-Bomben sind Zitrusfrüchte (Orangensaft, Grapefruitsaft), Sanddornsaft, Paprika, schwarze Johannisbeeren, Kiwi und Brokkoli. In bestimmten Lebensphasen, wie Säuglingsalter, Schwangerschaft und Stillzeit mache eine zusätzliche Einnahme von Vitamin C über Nahrungsergänzungsmittel (Vitaminpräparate) Sinn, betonen die Wissenschaftler.

Quelle: S.Daneel-Otterbech et al.: American Journal of Clinical Nutrition (2005), Vol. 81, No. 5, 1088-1093.

Stand: 7/05, B.H.