Vorsicht bei der Spinatzubereitung

Mütter bieten ihren Kindern gern Spinat an, da er reich an Vitaminen ist - Betakarotin, Vitamin C und B-Vitamine. Doch das Blattgemüse enthält auch viel Nitrat. Dieser eigentlich harmlose Pflanzennährstoff kann durch Bakterien zu schädlichem Nitrit abgebaut werden, das bei Säuglingen den Sauerstofftransport im Blut behindert, warnt der Verein aid (Infodienst Verbraucherschutz Ernährung Landwirtschaft) in Deutschland. Nitrit kann ausserdem mit bestimmten Eiweissbausteinen (den so genannten Aminen) zu Nitrosaminen reagieren, die als Krebs erregend bekannt sind. Folgende Vorsichtsmassnahmen helfen, den Nitratgehalt zu reduzieren:

  • beim Putzen die grossen Stiele und Blattrippen entfernen und die Spinatblätter wässern statt im Abtropfsieb waschen
  • das Blattgemüse für kurze Zeit in reichlich Wasser kochen oder blanchieren - das verringert den Nitratgehalt um bis zu 70%
  • nach dem Garen das Kochwasser abgiessen
  • zubereitete Spinatmahlzeiten nicht warm halten und Reste nicht aufwärmen - so lässt sich verhindern, dass verbleibendes Nitrat in Nitrit abgebaut wird
  • Vitamin-C-reiche Fruchtsäfte zum Spinatgericht reichen: Vitamin C verhindert den Abbau von Nitrat zu Nitrit
  • tiefgekühlten Spinat sofort zubereiten und nicht warten, bis er bei Zimmertemperatur aufgetaut ist.

Stand: 8/03, BH