Wunschgeschlecht – nein Danke!

In den USA bieten Kliniken für Fortpflanzungsmedizin bereits das Filtern der für eine künstliche Befruchtung vorgesehenen Samenzellen an. Spermien mit X-Chromosom ergeben Töchter, solche mit Y-Chromosom Söhne. Aber die Deutschen haben kein Interesse daran, wie eine Umfrage im Auftrag der Universität Giessen ergab.

Die 1.094 befragten Männer und Frauen zwischen 18 und 45 zeigten keine besondere Vorliebe für Kinder eines bestimmten Geschlechts. 30% der Befragten hätten gerne genauso viele Jungen wie Mädchen. 54% wäre das Geschlecht ihrer Kinder egal. 4% hätten gerne mehr Jungen als Mädchen, 3% mehr Mädchen als Jungen und nur jeweils 1% ausschließlich Mädchen oder Jungen.

92% der Umfrageteilnehmer würden die künstliche Geschlechterwahl nicht in Anspruch nehmen, die meisten nicht einmal dann, wenn die Krankenkasse dies bezahlen würde.

Mehr unter www.forsa.de.

Stand: 11/03, BH