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Die Checkliste zur Überprüfung Ihrer Wohnung:

  • Sichern Sie Treppen, Türen und Balkone durch ein Gitter (gibt es im Fachhandel). Es sollte mindesten 1,20 Meter hoch sein. Die Stäbe müssen so eng sein, dass das Kind den Kopf nicht hindurch stecken kann. Wenn Sie in einem alten Haus wohnen, sind wahrscheinlich die Stäbe im Treppenhaus zu weit auseinander!
  • Kontrollieren Sie, ob die Fenster dicht sind, es nirgends zieht und – ganz wichtig – ob sie gut schliessen, damit Ihr Kind nicht herausfallen kann. Möglicherweise sollten Sie extra Gitter vor grossen Fenstern anbringen, damit ein Krabbelkind nicht gegen die Scheibe stossen kann und diese womöglich zerbricht. 
  • Vermeiden Sie lose liegende Teppiche, Matten sowie Elektrokabel. Das sind Stolperfallen, ganz besonders in der Nacht bei geringer Beleuchtung.
  • Verlegen Sie einen rutschfesten Boden, der sich gut reinigen lässt.
  • Ihre Polstermöbel sollten aus nicht brennbarem Material sein. Bildquelle: MacBaby
  • Bett: Stellen Sie die Matratze im Kinderbett so tief, dass Ihr Baby nicht herausfallen kann. Der Abstand zwischen dem Matratzenrost und der Oberkante des Gitterbettes sollte mindestens 60 cm betragen. Wenn es sich eines Tages hochzieht, montieren Sie eventuell ein Bettschutzgitter. Verwenden Sie kein Kopfpolster und keine Bettdecke aus Federn. Das Kind könnte ersticken. Am Gitterbett sollten keine Schnüre, Gurte und Bänder vorhanden sein und der Abstand zwischen den Stäben sollte nicht grösser als 7 cm sein.
  • Scharfe Tischkanten können mit Plastikaufsätzen "entschärft" werden.
  • Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt im Hochstuhl am Tisch sitzen (Kippgefahr).
  • Kabel von Elektrogeräten sollten gut verstaut sein und nirgends herunterhängen.
  • Für Lampen sollten als Leuchtmittel möglichst Energiesparlampen gewählt werden. Von ihnen geht - im Gegensatz zu Glühbirnen und Halogenlampen - keine unmittelbare Brandgefahr aus. 
  • Steckdosen versehen Sie am besten mit Sicherungen, die inwendig angebracht werden oder verwenden Sie einen FI-Adapter. Sobald das Kind krabbelt, werden Steckdosen gefährlich.
  • Babys nehmen gerne alles in den Mund, was sie finden können. Besonders gefährlich ist das bei Knopfbatterien. Werden sie verschluckt, kann dies innerhalb von wenigen Stunden zu Verätzungen der Schleimhäute in der Speiseröhre und im Magen führen. Nach dem Verschlucken sollte deshalb so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Bildquelle: MacBaby
  • Hängen Sie Mobiles und andere bewegliche Gegenstände ausser Reichweite des Kindes auf.
  • Achten Sie beim Spielzeug auf Knöpfe, Kleinteile, Murmeln usw., denn solche kleinen Gegenstände können für Babys lebensgefährlich werden, wenn sie sich daran verschlucken.
  • Der Wickeltisch sollte nach den ersten Wochen schon auf ein bewegliches Baby umgestellt sein: Fieberzäpfchen, Nasenspray oder andere Medikamente dürfen nicht greifbar sein, kleine und spitze Gegenstände (z.B. Nagelschere) bitte weit entfernen. Auch Babypuder gehört nicht in Greifnähe: Der feine Staub kann Ihrem Baby gefährliche Atemprobleme bereiten.
  • Wenn das Kind schon Beikost bekommt, vermeiden Sie Bohnen, Erbsen, Erdnüsse usw. Die Erstickungsgefahr ist auch hier sehr hoch.
  • Zigaretten, Feuerzeuge und Streichhölzer unerreichbar aufbewahren. Aschenbecher immer sofort leeren. Tabakreste sind für Babys sehr giftig.
  • Lampen- und Duftöle sollten mit einem kindersicheren Verschluss versehen und in einem gesicherten Schrank aufbewahrt werden. Die Schälchen von Duftlampen auszutrinken, ist für das Kind eine grosse Versuchung.
  • Putzchemikalien sollten Sie in obere Schränke räumen. Krabbelkinder sind neugierig und räumen gern Schränke aus. Giftige und ätzende Mittel dürfen niemals in für Kinder vertraute Behälter wie z. B. Saftflaschen umgefüllt werden.
  • Medikamente auf keinen Fall offen herumstehen oder auf dem Nachttisch liegen lassen.
  • Das gilt auch für Plastik- und Müllsäcke, die sich Kleinkinder gerne über den Kopf ziehen.
  • Benutzen Sie nur ungiftige Farben und Lacke, die keine Schadstoffe wie Blei oder starke Lösungsmittel enthalten (besser wasserlösliche Farben).
  • Giftige Zimmerpflanzen wie Weihnachtsstern, Alpenveilchen, Philodendron, Begonien ausser Reichweite des Kindes stellen oder an Freunde verschenken. Im Zweifelsfall im Geschäft fragen!
  • Das Arbeitsfeld am Kochherd können Sie mit einem Spezialgitter schützen - bzw. Ihr Kind davor, das es sich verbrennt. Dasselbe gilt offene Cheminées und künstliche Feuerstellen. Bildquelle: Baby-RoseKochen Sie möglichst auf den hinteren Kochplatten. Pfannen und Töpfe sollten mit den Griff nach hinten stehen.
  • Ofentüren heizen sich beim Backen auf, auch hier drohen Brandverletzungen.
  • Lieber keine Tischdecken verwenden oder die Decken besonders sichern. Sonst ziehen die Kinder möglicherweise Tassen mit heissen Getränken vom Tisch.
  • Beim Bügeln sollte die elektrische Zuleitung stolperfrei und unerreichbar sein. Kinder fassen gegen heisse Bügeleisen, das führt zu schwersten Verletzungen der Handinnenfläche. Das Bügeleisen zum Auskühlen deshalb stets hochstellen.
  • Messer, Schere, spitze Gegenstände und Werkzeug stellen eine weitere Gefahrenquellen dar. Sie sollten nur unter Aufsicht und mit Anleitung durch einen Erwachsenen von Kindern benutzt werden. Messer und Gabeln in der Geschirrwaschmaschine mit der spitzen Seite nach unten einsortieren.
  • Gestalten Sie auch Ihren Garten kindersicher.
  • Ein Baby oder Kleinkind niemals beim Baden und Planschen ohne Aufsicht lassen. Kinder können bereits in 10 cm tiefem Wasser ertrinken. Dies und mehr sollten Sie über sicheres Spielen im Sandkasten und im Planschbecken wissen.
  • So manches Kind ist schon unbemerkt in Kühlschrank und Gefriertruhe oder Waschmaschine geklettert. Wichtig ist, dass die Türen sich auch von innen öffnen lassen.

Stand: 12/10, BH



 

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