Die letzten Vorbereitungen sollten inzwischen getroffen sein, denn es kann ja sein, dass Ihr Baby jetzt ungeduldig wird und das Signal zur Geburt gibt. Das Kinderzimmer ist zumindest mit dem Nötigsten ausgestattet und der Klinikkoffer gepackt. Zusätzlich zu allem, was Sie sonst auf eine Kurzreise mitnehmen würden, ist ein vorne geknöpfter Pyjama oder ein Nachthemd beim Stillen sehr praktisch, ein Still-BH, Stilleinlagen, die stärksten Binden, die Sie bekommen können. Oft werden diese aber auch vom Spital gestellt. Babykleidung, Windeln, Babypflegeprodukte und etwas zum Warmhalten (z.B. eine Decke) auf dem Nachhauseweg sowie die obligatorische Sicherheitsschale im Auto können Sie sich nach der Geburt bringen lassen.
Denken Sie aber auch an einen Fotoapparat (vielleicht sogar eine Videocamera) mit geladenem Akku oder Reservebatterien, evtl. auch Filme, Snacks für nach der Geburt (oder um Ihren Partner während der Geburt bei Kräften zu halten), einen kleinen CD-Player und Ihre Lieblings-CDs, einen ipod oder Mp3-Player und ein paar persönliche Dinge. Für die Formalitäten brauchen Sie Ihren Mutterschaftsausweis der Krankenkasse und Fragebögen je nach Anweisungen des Spitals und einen Schriftenempfangsschein. Wenn Sie verheiratet sind das Familienbüchlein, wenn Sie ledig oder geschieden sind Ihren Personenstandsausweis.
Jeden Tag rückt die Geburt etwas näher. Bei jeder zehnten Schwangeren platzt die Fruchtblase, bevor die Wehen einsetzen. Dieser sogenannte vorzeitige Blasensprung ist ein nicht zu unterschätzendes Infektionsrisiko. Deshalb wird normalerweise innerhalb von 24 Stunden die Geburt eingeleitet, sollten die Wehen nicht spontan beginnen. Da die Fruchtblase schon recht stark auf die Harnblase drückt, kann es sein, dass Sie manchmal unwillkürlich etwas Urin verlieren. Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin kann schnell feststellen, ob es sich um Urin oder Fruchtwasser handelt und Ihnen auch Teststäbchen für daheim mitgeben.
Der Calcium-Spiegel im Blut Ihres Kindes ist inzwischen höher als Ihr eigener, denn die Plazenta holt aus Ihrem Blut alle Reserven für die Knochenentwicklung heraus. Sie sollten nun soviel Kalzium wie möglich aufnehmen, was bedeutet, viele Milchprodukte zu trinken oder zu essen. Auch Calcium-Brausetabletten können nicht schaden. Ihr Kind nimmt sich, was es braucht – stellen Sie sicher, dass auch noch etwas für Sie übrigbleibt! Bei einem Kalziummangel kommt es zu Muskelschwäche, Skelettschmerzen, Kribbeln, Zahnfleischentzündungen, Haarausfall und es besteht ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie.
Ihr Baby öffnet und schliesst nun seine Augen, denn immer mehr Licht dringt durch die dünner werdende Bauchwand. Die Unterschiede zwischen Tag und Nacht hilft ihm, einen Rhythmus mit Tätigkeit und Ruhen zu finden.
Ihre Schwangerschaft in Zahlen:
Häufige Fragen in dieser Woche:
Ist eine Pilzinfektion in der Scheide gefährlich für das ungeborene Kind?
Ich habe oft Angst, dass ich mein Baby durch eine falsche Bewegung verletze. Kann das passieren?
Was bedeutet es, wenn der Gebärmutterhals „verkürzt“ ist?
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