Haben Sie schon Kontraktionen gespürt? Das waren wahrscheinlich sogenannte Braxton-Hicks-Kontraktionen, Vorwehen, „wilde“ Wehen oder Übungswehen. Sie sind nicht schmerzhaft, aber etwas unangenehm. Etwa so als ob sich ein breites Gummiband um den Bauch legt und dann wieder locker wird. Im Gegensatz zu den späteren richtigen Geburtswehen wird der Muttermund dadurch noch nicht geöffnet. Und selbst vier bis fünf Vorwehen in der Stunde sind jetzt noch kein Grund, in die Klinik zu fahren. Sie sind eher ein Zeichen dafür, dass Sie sich ein bisschen mehr Ruhe gönnen sollten. Entspannen Sie sich, solange es noch möglich ist!
Wenn Sie Zwillinge erwarten, gelten Sie automatisch als Risikoschwangere und werden in kürzeren Abständen untersucht. Weil es im Bauch schon extrem eng geworden ist, kommen Zwillinge meist früher auf die Welt – spontan oder per Kaiserschnitt geholt.
Es kann sein, dass aus der Brust manchmal etwas weissliche Flüssigkeit ausläuft. Das ist Kolostrum, die besonders nährstoffreiche Vormilch, die schon in der Schwangerschaft und verstärkt in den ersten Tagen nach der Geburt produziert wird. Wenn sich dadurch Verkrustungen auf Ihren Brustwarzen bilden, lösen Sie diese mit warmem Wasser. Stilleinlagen im BH sorgen dafür, dass Ihre Kleidung keine Flecken bekommt.
Die Nabelschnur besteht aus drei Blutgefässen (zwei Arterien und eine Vene), die durch eine gallertige Umhüllung gegen Druck und Abknickung geschützt sind. Dennoch kann es gelegentlich zu Notfallsituationen kommen, wenn unter der Geburt ein fester Knoten entsteht. Auch ist es ein Problem, wenn ein Teil der Nabelschnur vorausgeht und durch den Druck des kindlichen Köpfchens oder anderer Kindsteile abgeklemmt wird, wie das z.B. beim massiven vorzeitigen Blasensprung passieren kann. Das Kind könnte in Sauerstoffnot geraten und muss möglichst schnell auf die Welt geholt werden.
Normalerweise wird die Nabelschnur zusammen mit der Plazenta nach der Geburt „entsorgt“, also weggeworfen. Da sich aber im Blut der abgetrennten Nabelschnur in hoher Konzentration die sogenannten Stammzellen befinden, die man z.B. bei der Behandlung von bestimmten Krankheiten wie der Leukämie einsetzen kann, versucht man heutzutage oft, das sogenannte Nabelschnurrestblut nach der Geburt zu gewinnen und aufzubewahren. Falls ein Krankenhaus dies anbietet, werden die Eltern um eine schriftliche Einwilligung gebeten, ob sie der Blutentnahme zustimmen. Eine andere Möglichkeit ist die Einlagerung der Stammzellen Ihres Kindes in einer privaten Nabelschnurblutbank.
...und so entwickelt sich Ihr Baby in der 31. Schwangerschaftswoche...
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Häufige Fragen in dieser Woche:
Steigt durch Geschlechtsverkehr die Gefahr einer Infektion und einer Frühgeburt?
Wie kann man mit Ultraschall das Gewicht des Kindes feststellen?
Mein Baby sitzt immer noch gemütlich mit dem Kopf nach oben. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich noch dreht?
Wenn Sie nicht wissen, in welcher Schwangerschaftswoche Sie gerade sind, benutzen Sie bitte den Schwangerschafts-Countdown.
Unser Buchtipp: Das Mami-Buch. Schwangerschaft, Geburt und die zehn Monate danach. Von Katja Kessler. Coppenrath 2010
Stand: 06/10, BH
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