Sie befinden sich jetzt in der schönsten Zeit der Schwangerschaft! Während der nächsten Wochen werden Sie nur so vor Energie und Optimismus sprudeln. Die kleinen schwangerschaftsbedingten Wehwehchen machen sich kaum noch bemerkbar. Geniessen Sie diese Zeit!
Wenn Sie in den Spiegel blicken, sehen Sie, dass Ihre Gesichtszüge weicher geworden sind. Wassereinlagerung unter der Haut verwischt feine Fältchen und macht die Haut glatt und prall. Aber auch Hautunreinheiten kann es in der Schwangerschaft geben. Und anstatt toller Haare bekommen manche Schwangere Haarausfall. Diese neun Monate bringen halt immer wieder Überraschungen!
Wenn Sie 35 Jahre oder älter sind, haben Sie ein etwas höheres Risiko, ein Kind mit einer genetischen Erkrankung, nämlich einer Chromosomenstörung zur Welt zu bringen. Aus diesem Grund wird Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin sicher schon mit Ihnen über eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) gesprochen haben. Durch diese zusätzliche Untersuchung können die fetalen Chromosomen bestimmt werden. Unter Ultraschallsicht wird eine lange, dünne Nadel durch die Bauchdecken vorgeschoben und eine kleine Menge Fruchtwasser entnommen. Die Fruchtwasserzellen müssen erst angezüchtet werden, damit man die Chromosomen darstellen kann, daher dauert es ca. 2-3 Wochen, bis ein Ergebnis vorliegt.
Wenn Sie jünger als 35 Jahre sind und es in Ihrer Familie keinen Anhalt für genetisch bedingte Erkrankungen gibt, wird Ihnen wahrscheinlich ein Screening-Test angeboten. Der sogenannte AFP-plus-Test wird am häufigsten durchgeführt: Drei verschiedene Stoffe in Ihrer Blutprobe werden untersucht und ergeben nach einer komplizierten Rechenformel zusammen mit Ihrem Alter eine Risikoeinschätzung für die Geburt eines Kindes mit dem Down-Syndrom. Sie ist genauer, als wenn nur das mütterliche Alter zugrunde gelegt wird, aber noch keine diagnostische Aussage. Ergibt sich ein Wert, der einer 35jährigen oder älteren Schwangeren entspricht, wird als nächster Schritt eine Amniozentese (s.o.) angeboten. Einer der drei Blutwerte ist das Alphafetoprotein (AFP), dessen Erhöhung auch ein Hinweis auf einen Neuralrohrdefekt (offener Rücken) beim Kind sein kann.
Die fetale Schilddrüse fängt mit der Produktion von Schilddrüsenhormon an, was wichtig für das weitere Wachstum Ihres Kindes ist. Für die optimale Funktion braucht die Schilddrüse Jod, weshalb viele Ärzte Schwangeren zusätzlich Jodtabletten verschreiben. Sie können selbst zu einer besseren Jodversorgung beitragen, indem Sie Jodsalz verwenden und mindestens zweimal in der Woche Meeresfisch auf Ihren Speiseplan setzen.
...und so entwickelt sich Ihr Baby in der 16. Schwangerschaftswoche...
Ihre Schwangerschaft in Zahlen:
Häufige Fragen in dieser Woche:
Mein Arzt hat mir trotz Schwangerschaft ein Arzneimittel verschrieben. Aber im Beipackzettel steht: „Strenge Indikationsstellung in der Schwangerschaft“!
Wie sieht es aus mit alkoholfreiem Bier in der Schwangerschaft?
Darf man in der Schwangerschaft weiterhin ein Solarium benutzen?
Wenn Sie nicht wissen, in welcher Schwangerschaftswoche Sie gerade sind, benutzen Sie bitte den Schwangerschafts-Countdown.
Unser Buchtipp:
Schwangerschaft bewusst erleben. Gymnastik für Körper und Seele. Von H. Höfler Sie können dieses Buch direkt online in unserem Buchshop bestellen.
Stand: 5/11, BH
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