Jeder mag es, wenn es irgendwo gut schmeckt! Eine duftende Blume, die Schale einer Orange, frisch gemahlener Kaffee...und unsere Laune wird gleich deutlich besser. Düfte können aber nicht nur anregen, sondern auch entspannen: Bestimmte aromatische Öle helfen besonders in der Schwangerschaft, Ruhe und neue Kraft zu finden. Denn der Geruchssinn ist in diesen neun Monaten besonders empfindlich. In vielen Apotheken, Reformhäusern oder Drogerien können Sie sich beraten lassen, welches Aromaöl zur Entspannung oder zur Linderung bestimmter Beschwerden für Sie geeignet ist. Wichtig ist: Es sollte immer ein naturreines Öl sein. Ätherische Öle müssen zudem immer an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt werden, denn am Sonnenlicht verlieren die Öle schnell ihren Duft und ihre Wirksamkeit.
Die meisten aromatischen Öle eignen sich aber auch gut für die Körpermassage. Dabei gelangen sie über die Haut in das Bindegewebe, die Lymphe, die Blutbahn und die Muskulatur. Sie müssen jedoch zunächst mit einem neutralen Massageöl, meist Jojobaöl, vermischt werden. Jojobaöl wird nicht ranzig und ist somit sehr lange haltbar ohne Konservierungsstoffe. Für den sofortigen Gebrauch kann man auch Mandelöl, Weizenkeimöl und sogar Olivenöl als Grundlage nehmen.
Aromaöle kann man nicht einfach tröpfchenweise ins Badewasser geben. Mischen Sie ein paar Tropfen Aroma-Öl in einen Becher Rahm oder ein Glas Milch und geben Sie die Mischung dann ins warme Wasser. So verteilen sich die Inhaltsstoffe gleichmässiger und Ihre Haut wird erst noch gepflegt.
Allergikerinnen sollten mit ätherischen Ölen vorsichtig sein. Besonders Zitrusöle, Lorbeer und Zimt lösen leicht Allergien aus.
Weniger geeignet in der Schwangerschaft sind Lorbeer, Majoran, Muskat, Nelken, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Zedernholz, Zimt. Sie können entweder Wehen auslösen oder sind giftig.
Wenn Sie schon während der Schwangerschaft gute Erfahrungen mit der Aromatherapie gemacht haben, wird Sie Ihnen wahrscheinlich auch zur Schmerzlinderung unter der Geburt gute Dienste leisten.
Vorsicht aber in der Babypflege: Bestimmte Aromaöle können bei Säuglingen und Kleinkindern lebensgefährliche Vergiftungen auslösen. Dabei genügt manchmal schon ein Tropfen auf die Lippe oder Nase, um die Atemwege stark anschwellen zu lassen. Besonders gefährlich sind in dieser Hinsicht die Öle von Eukalyptus, Fenchel, Rosmarin, Wermut und Teebaumöl.
Stand: 08/08, AG
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