Flugreisen sind während der ersten Hälfte einer gesunden Schwangerschaft generell kein Problem. Weder hat der Kabinendruck eine Auswirkung auf die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes noch stellt die Höhenstrahlung ein Schwangerschaftsrisiko dar. Die Strahlenbelastung auf Langstreckenflügen ist - wie Studien zeigen konnten - viel niedriger als bisher angenommen: Ein einziger Langstreckenflug erhöht die Background-Strahlenbelastung (mittlere Jahresdosis) um nur ca. 1%.
In den späten Stadien der Schwangerschaft raten wir davon eher ab, da die Wehen im Flugzeug oder im Ausland einsetzen könnten. Sie sollten sich unbedingt bei der Fluglinie, mit der Sie fliegen wollen, über deren jeweilige Schwangerschaftsregelungen erkundigen, da einige Fluglinien Schwangere ab einem bestimmten Schwangerschaftsstadium nicht mehr befördern. Andere Fluggesellschaften verlangen ein ärztliches Attest, das bestätigt, dass keine Anzeichen für voraussichtlichen Wehenbeginn innerhalb der Flugzeit vorliegen. Die meisten Fluggesellschaften befördern grundsätzlich keine Schwangeren nach der 34. oder 36. Schwangerschaftswoche, einige setzen die Grenze bereits bei der 32. Schwangerschaftswoche, weil die Gefahr einer Thrombose oder einer Frühgeburt besteht.
Wichtig:
Aus ärztlicher Sicht ist nur Vorsicht bei Langstreckenflügen angesagt, wenn
Lesen Sie dazu auch unser Experten-Interview mit Dr. med. Dr. sc. nat. Rolf Stürm zum Thema "Ionisierende Strahlen während der Schwangerschaft".
Bitte lesen Sie dazu auch in unserem Bereich "Aktuell":
Metalldetektoren am Flughafen für Schwangere ungefährlich
Stand: 06/11, BH/AG/AS
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