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Essstörungen

Die sogenannten Essstörungen haben nicht direkt mit falschem, ungesundem oder überreichlichem Essen in unserer Gesellschaft zu tun. Als Krankheit bezieht sich eine Essstörung ausschliesslich auf das individuell gestörte Essverhalten, zum Beispiel Missbrauch von Nahrung.

Die bekanntesten Esstörungen sind:

Dabei ist der Übergang von normalem Essverhalten, zum Beispiel einer kurzzeitigen Schlankheitskur, oft fliessend.

Frauen mit Anorexie oder Bulimie haben oft Probleme, schwanger zu werden. Sind sie es aber, gefährden sie mit ihrer Ernährungsweise die Gesundheit ihres Kindes. Denn diese Babys kommen häufig zu früh zur Welt. Auch wenn sie voll ausgetragen werden, sind sie bei der Geburt meist untergewichtig und weisen schwere Entwicklungsdefizite auf. Später haben sie ein erhöhtes Risiko ein chronisches Leiden zu entwickeln. Das hat bereits eine Studie an holländischen Kindern gezeigt, die nach dem zweiten Weltkrieg von stark untergewichtigen Frauen geboren wurden und als Erwachsene in hohem Masse anfällig für Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Herzerkrankungen waren. Eine gesunde Ernährung ist auch in den ersten Schwangerschaftswochen wichtig. Deshalb reicht es nicht, sich erst kurz vor der Geburt vernünftiger zu ernähren.

Ebenfalls eine Essstörung liegt bei massivem Übergewicht (Adipositas, Fettleibigkeit) vor.

Bitte lesen Sie dazu auch in unserem Bereich "Aktuell":
Frauen mit Ess-Störungen haben häufiger Schwangerschaftskomplikationen

Stand: 02/11, BH



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