Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine Virus-Infektion, die durch Zecken übertragen wird. In der Regel wird der Organismus mit der Infektion sehr gut fertig. Nur sehr selten kommt es zu einer Hirn- oder Hirnhautentzündung, die zu Lähmungen oder sogar zum Tod führen kann. Eine Schädigung des ungeborenen Kindes bei einer Infektion der Mutter in der Schwangerschaft ist bisher nicht bekannt.
Als wirksame Vorbeugung gibt es eine Impfung, die auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden kann. Sie ist auf jeden Fall empfehlenswert, wenn Sie sich häufig im Wald aufhalten und/oder in einem Risikogebiet leben. In der Schweiz ist das vor allem das Rheintal. Für Kinder empfehlen Ärzte die FSME-Impfung erst frühestens nach dem ersten Lebensjahr.
Es gab früher eine passive Impfung gegen FSME durch die Gabe eines Hyperimmunglobulins. Sie sollte die Erreger nach dem Stich sozusagen abfangen (postexponentielle Impfung). Diese Passivimpfung ist heute nicht mehr zugelassen. Es hat sich herausgestellt, dass danach die Rate an bleibenden neurologischen Folgeschäden bei Kindern unter sechs Jahren höher war als ohne Immunglobulin-Gabe. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Impfempfehlung für die aktive Impfung.
Stand: 06/11, BH
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