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Die Borreliose

Die Borrelien-Infektion ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Sie kann mit Antibiotika behandelt werden. Eine vorsorgliche Impfung ist nicht möglich. Die Bakterien wandern sehr schnell in das Nervensystem, wo sie ein grosses Spektrum unterschiedlicher Symptome verursachen können. Von den Zähnen über die Haut, Muskeln, Herz, Nerven und Gelenke können fast alle Organe betroffen sein.

Es gibt einige wenige Fallberichte darüber, dass Ungeborene im Mutterleib verstarben oder Kinder mit angeborenen Fehlbildungen zur Welt kamen, nachdem ihre Mütter in der Schwangerschaft eine Borrelien-Infektion durchgemacht hatten. Diese Zahlen sind jedoch noch zu klein, um einen sicheren Zusammenhang herzustellen. Grundsätzlich liegt der Verdacht nahe, dass die Infektion in der Schwangerschaft nicht ungefährlich ist. Deshalb ist es ratsam, im Sommer den Aufenthalt in einem Zeckengebiet zu meiden. In der Schweiz ist vor allem das Rheintal. Wenn Sie in einer Zecken-Region leben, sollten Sie bestimmte Vorsichtsmassnahmen beachten.

Bei Verdacht auf eine Infektion wird sofort Penicillin oder bei Penicillinallergie ein Cephalosporin verabreicht. Beide Medikamente sind für das ungeborene Kind ungefährlich. Eine ausführliche Ultraschalluntersuchung ist zu empfehlen. Nach der Geburt kann das Nabelschnurblut untersucht werden, um zu sehen, ob das Ungeborene angesteckt worden ist.

Stand: 06/11, BH



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