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Gardnerella vaginalis-Infektion (Aminkolpitis)

Als Erreger der Aminkolpitis oder bakteriellen Vaginose wird das Bakterium Gardnerella vaginalis angesehen. Diese Keime können – oft zusammen mit anderen Krankheitserregern – zu aufsteigenden Infektionen führen, die Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Eileiter und Eierstöcke verursachen. Zum Beispiel nach Scheidenoperationen und/oder Antibiotikabehandlung tritt die Infektion gehäuft auf.

Erst Tage bis Wochen nach einem sexuellen Kontakt kommt es zu Beschwerden. Die Frau hat fischartig riechenden, häufig dünnflüssig-grauen Ausfluss mit einem pH-Wert über 4,5, selten Brennen oder Juckreiz im Bereich der äusseren Geschlechtsteile. Beim Mann kann sich eine leichte Entzündung im Bereich der Eichel zeigen.

Die Behandlung erfolgt örtlich mit Cremes, bei der Frau in Kombination mit Vaginalzäpfchen und, wenn keine Schwangerschaft im ersten Drittel vorliegt, unter Umständen zusätzlich mit Tabletten (Metronidazol). Frauen mit immer wiederkehrenden Scheideninfektionen raten Fachleute, einmal täglich ein Laktobazillen-Produkt (z.B. LC1-Joghurt) zu verzehren.

In der Schwangerschaft kann eine solche Scheideninfektion vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Blasensprung und somit Frühgeburten auslösen und sollte deshalb unbedingt behandelt werden.

Stand: 04/10, BH

 



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