Die Hepatitis A ist die Form der Gelbsucht, die heute fast nur noch unter schlechten hygienischen Bedingungen vorkommt, weshalb man sie auch „Reisehepatitis“ nennt. Sie wird durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen, die zuvor mit Kot in Kontakt gekommen sind, oder über Erkrankte. Grippeähnliche Symptome, Übelkeit und Müdigkeit sind typische Beschwerden, später sind Haut und Urin gelblich bzw. dunkel verfärbt. Die Hepatitis A kann auch ohne Symptome verlaufen. Dann besteht die Gefahr, dass der Erkrankte unwissentlich andere Personen ansteckt. Die Hepatitis A dauert 6 - 8 Wochen, manchmal auch länger, und heilt normalerweise vollständig aus. Es gibt zwar keine Hinweise auf eine erhöhte Rate von angeborenen Fehlbildungen, wenn eine Schwangere erkrankt. Aber bei einer schwer verlaufenden Hepatitis A gegen Ende der Schwangerschaft kommt es häufiger zu einer Frühgeburt.
In Risikoländern kann man sich kaum durch Vorsichtsmassnahmen vor einer Hepatitis A schützen, deshalb wird bei unvermeidbaren Reisen in solche Länder auch in der Schwangerschaft zu einer Hepatitis-Impfung (kombiniert A und B) geraten. Damit ist ein wirkungsvoller Schutz möglich. Da beide Hepatitis-Formen ohne Symptome verlaufen können, ist es empfehlenswert, vor einer Impfung Blut auf schützende Antikörper zu untersuchen. Liegen diese Antikörper vor, ist eine Impfung nicht erforderlich!
Stand: 06/09, BH
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