Falls die Nase sehr verstopft ist, können Sie den Brustkorb mit einer Bronchialsalbe mit ätherischen Ölen (Eukalyptus, Pfefferminze) einreiben, das öffnet auch die Nase. Auch Inhalationen mit Eucalyptusöl oder Pfefferminzöl wird empfohlen (z.B. Nasobol).
Nasentropfen oder -sprays mit den Inhaltsstoffen Oxymetazolin (z.B. Nasivin /Nasivin - pur, VICKS Sinex), Xylometazolin (z.B. Xylo-Mepha, Otrivin, Nasben, Triophan), Tetryzolin (z.B. Rhinopront Top) sind kurzfristig auch in der Schwangerschaft bei Schnupfen erlaubt. Ungünstiger wäre auf jeden Fall, wenn Sie durch die verstopfte Nase zuwenig Sauerstoff aufnehmen können. Das kann Ihr Baby eventuell mehr beeinträchtigen als die minimalen Nebenwirkungen eines Medikaments. Am besten versuchen Sie zunächst ein Nasenspray in der verdünnten Konzentration für Säuglinge. Vielleicht hilft auch schon einfaches Meerwasser-Nasenspray, das Sie mit einem TL Salz auf eine Tasse Wasser (isotonische Kochsalzlösung) auch leicht selbst herstellen können. Sprays sind besser als Nasentropfen, weil die Tropfen nicht selten in den Hals hinablaufen.
Eine andere Möglichkeit zur Linderung ist ein Inhalierstift. Die aktiven Wirkstoffe im Inhalierstift oder in Nasensalbe sind pflanzlich, meist Menthol und Kiefernnadel-Öl. Vor allem Menthol wirkt leicht betäubend, kühlend und abschwellend. Alle drei Stoffe sind nicht schädlich, auch nicht in der frühen Schwangerschaft. Wenn Sie bei Erkältung bisher gute Erfahrungen damit gemacht haben, dürfen Sie das Mittel auch jetzt in der Schwangerschaft verwenden. Kampfer (Kampher) sollte nur zurückhaltend eingesetzt werden: In hoher Dosierung wirkt es sich schädlich auf die kindliche Nerven- und Gehirnentwicklung aus.
Wenn der ganze Kopf verschnupft und zugeschwollen scheint, ist ein Kamillen- oder Thymiandampfbad wohltuend. Kamille hemmt die Entzündungen der Schleimhäute, Thymian fördert die Durchblutung und löst den Schleim. Das Sekret verflüssigt sich durch die Dämpfe, kann abfliessen und Nase und Nasennebenhöhlen wieder freigeben. Die gesteigerte Durchblutung bringt vermehrt Immunzellen in die entzündeten Partien. Und so lässt sich das Dampfbad zubereiten: Eine Hand voller Kräuter in eine Schüssel geben und ein großes Frottee-Badetuch zurechtlegen, dann etwa 1-1.5 Liter Wasser aufkochen und darüber giessen. Das Gesicht über den Dampf halten, Kopf und Schultern mit dem Tuch abdecken. Etwa zehn Minuten inhalieren, anschliessend trocken reiben, warm anziehen und Zugluft meiden! Alternativ und wenn zu Hause vorhanden, kann auch eine Rotlichtbestrahlung nützen.
Tipps gegen Husten und Halsschmerzen finden Sie hier.
Stand: 02/11, BH/AS
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