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Hitze, Sauna und Vollbad
Starke Hitze – ob nun von aussen wie z.B. in der Sauna oder von innen wie bei hohem Fieber – kann in der Schwangerschaft zu einem erhöhten Auftreten von Neuralrohrdefekten und Gaumenspalten führen. Dies ist zumindest aus Tierexperimenten bekannt.
Eindeutige Studien beim Menschen gibt es dazu bisher nicht. Daher raten die meisten Frauenärzte und Frauenärztinnen aus Vorsichtsgründen schwangeren Frauen, zumindest in der Frühschwangerschaft auf heisse Vollbäder und Saunagänge zu verzichten, oder sie doch wenigstens zeitlich zu reduzieren. Und Fieber sollte in der Schwangerschaft auf jeden Fall abgeklärt und behandelt werden.
Sind Sie regelmässige Saunabesuche – so wie die Frauen in Finnland - gewohnt, ist Ihr Kreislauf wahrscheinlich so abgehärtet, dass Sie damit weitermachen können, wenn auch besser einen Gang weniger und nicht unbedingt auf der obersten Stufe. Die etwas sanftere Biosauna ist eher zu empfehlen.
Wenn Sie selten in die Sauna gehen oder noch nie in einer Sauna waren, kann es gut sein, dass Sie Kreislaufprobleme bekommen und Ihnen rasch schwindelig wird, denn das Blutvolumen sackt jetzt noch viel leichter in die untere Körperhälfte. Besondere Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie zu Krampfadern neigen.
Was für das Saunieren gilt, trifft auch für Dampfbäder zu, denn feuchte Hitze belastet den Kreislauf noch mehr als die trockene Hitze in der Sauna.
Bei Vollbädern, die vor allem abends und bei Schlafstörungen sehr entspannend sein können, sollten Sie darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiss ist. Lieber nicht ganz so heiss, aber dafür mit ein paar Tropfen eines entspannenden Aromaöls – das hat eine noch wohltuendere Wirkung! Und baden Sie nie, wenn Sie alleine zu Hause sind: zu leicht könnte Ihnen schwindelig werden, und dann ist es gut, wenn Ihnen jemand aus der Wanne helfen kann.
Sonnenbäder können für Schwangere unerwünschte Pigmentflecken provozieren und Überhitzung erzeugen, wenn sie zu lange dauern. Setzen Sie sich lieber in den Schatten!
Stand: 06/12, BH
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Eine Zunahme von Gewalt gegen Kinder verzeichnet die 2012-Statistik der Fachgruppe Kinderschutz der schweizerischen Kinderkliniken: Körperliche Misshandlung (347 Fälle) und Vernachlässigung (335) bedingten die meisten Spitaleinlieferungen. Fälle von sexueller Misshandlung meldeten die Spitäler 291 Mal, psychische Misshandlungen 202 Mal. Mit 250 Fällen waren die Kinder im ersten Lebensjahr am häufigsten von Kindsmisshandlung betroffen. Praktisch immer handelte es sich bei den Täterinnen und Tätern um die Eltern, Familienmitglieder oder Bekannte des Kindes.