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Fehlbildungen des Herzens und der inneren Organe

  • Herz, 4-KammerblickHerz: Herzfehler sind die häufigsten angeborenen Fehlbildungen, etwa eines von hundert Babys kommt mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Sie können so minimal sein, dass sie am sehr schnell schlagenden Herzen vor der Geburt nur schwer festzustellen sind. Sollte bei einer der zwei routinemässigen Ultraschalluntersuchungen der Verdacht auf eine Fehlbildung am Herzen aufkommen, wird Sie Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin zur Abklärung zu einem Spezialisten überweisen, der Doppler-Ultraschalluntersuchungen und fetale Echokardiographie durchführen wird. In den meisten Fällen ist ein Herzfehler nach der Geburt zwar leichter festzustellen. Aber eine frühe Diagnose im Mutterleib ist immer sinnvoll. Denn eine angemessene und effektive Betreuung des herzkranken Kindes lässt sich während und nach der Geburt eher gewährleisten, wenn alles entsprechend vorbereitet werden kann.

  • Bauch: Fehlbildungen der Bauchwand, wie die Omphalozele (Nabelschnurbruch), bei der eine Darmschlinge die Nabelschnur umgibt, oder die Gastroschisis (Bauchspalte), wobei der Darm sich durch eine Spalte in der Bauchwand des Kindes nach aussen vorwölbt, können nach der Geburt erfolgreich operiert werden. Voraussetzung ist, dass sie nicht in Kombination mit schweren anderen Fehlbildungen auftreten. Dies gilt für die meisten Fehlbildungen des Verdauungssystems, wie Verengungen von Oesophagus (Speiseröhre) und Darm. Durch Ultraschall wird dabei manchmal auch eine Ansammlung von Flüssigkeit im Darm und eine erhöhte Fruchtwassermenge (Polyhydramnie oder Hydramnion) sichtbar, ein Ergebnis der Verengung.

  • Nieren und Harnwege: Fehlbildungen der Nieren oder der Harnwege können mit Ultraschall relativ leicht entdeckt werden, weil schwerwiegende Fehlbildungen der Nieren oder eine blockierte Blase zu einer verminderten Fruchtwassermenge (Oligohydramnie) und Flüssigkeitsansammlungen in den Harnwegen führen. Eine Behandlung nach der Geburt ist in den meisten Fällen die beste Vorgehensweise. Nur in den seltensten Fällen wird das Kind schon im Mutterleib behandelt.

  • Auch Skelettfehlbildungen sind durch Ultraschall in vielen Fällen vor der Geburt erkennbar.

Stand: 08/12, BH

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