5-9 Prozent aller Frauen bekommen im ersten halben Jahr nach der Geburt eine sogenannte postpartale Thyreoiditis. Da die Erkrankung meist keine Schmerzen verursacht, wird sie auch als "stille Schilddrüsenentzündung" bezeichnet.
Gewöhnlich sind die Schilddrüsenantikörper erhöht. Betroffen sind vor allem Frauen, bei denen während der Schwangerschaft bereits erhöhte Schilddrüsenantikörper festgestellt wurden oder die bereits bei einer vorangegangenen Schwangerschaft erkrankt sind.
Typischerweise besteht zu Krankheitsbeginn eine Überfunktion, die einige Wochen dauert und in eine drei bis neun Monate dauernde Phase der Unterfunktion übergeht. Manchmal kann diese Unterfunktion auch länger bestehen bleiben.
Charakteristische Symptome sind Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Nervosität, Depression. Es können auch andere Erkrankungen die gleichen oder ähnliche Symptome hervorrufen, vor allem die Wochenbettdepression. Bei den entsprechenden Beschwerden muss auf jeden Fall eine genaue Schilddrüsenabklärung durchgeführt werden um - falls erforderlich - eine Behandlung einleiten zu können. Damit kann der Mutter meist sehr rasch geholfen werden.
Stand: 05/09, BH
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