Stammzellen sind sozusagen Nachfahren der Zellen, die sich aus der befruchteten Eizelle durch Teilung gebildet haben. Das sind Zellen, deren genaue Endbestimmung noch nicht festgelegt ist. Je unreifer die Stammzellen sind, umso weniger festgelegt ist ihre Funktion, deshalb können sich aus den frühesten Stammzellen noch Zellen verschiedenster Organe entwickeln, rote oder weisse Blutkörperchen, Muskeln, Nerven oder Knochen. Nach welchen Gesetzmässigkeiten das abläuft, wird derzeit überall auf der Welt erforscht. Man unterscheidet adulte (=erwachsene) und embryonale Stammzellen. Stammzellen aus der Nabelschnur stehen in etwa zwischen den adulten und embryonalen Stammzellen. Sie können nicht mehr ohne weiteres jedes Gewebe bilden, aber sie sind andererseits noch besonders vital und flexibel, mehr als z.B. die Stammzellen des erwachsenen Knochenmarks. Die Gewinnung des Nabelschnurblutes geschieht – natürlich nur mit Ihrem Einverständnis - gleich nach der Durchtrennung der Nabelschnur. Aufbewahrt wird die Probe bei ca. –200 Grad Celsius. Im Bedarfsfall werden die Zellen einfach wieder aufgetaut. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Aufbewahrung: Bitte lesen Sie zu diesem Thema auch unser Experten-Interview mit Prof. Dr. med. Daniel Surbek. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stiftung Blut-Stammzellen.
Stand: 04/09, BH/AS
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