Ab dem 5.oder 6. Monat oder auch erst gegen Ende der Schwangerschaft macht sich bei vielen Frauen vor allem nachts ein unangenehmes Phänomen bemerkbar. Es beginnt mit einem gefühllosen, tauben, pelzigen Gefühl, als seien die Finger eingeschlafen. Ein Kribbeln und nadelstichartiges Prickeln tritt in der Handfläche, am Daumen, Zeige- und Mittelfinger auf. Meistens ist nur eine Hand beteiligt, seltener beide. Die Handfläche schmerzt, manchmal auch der Unterarm oder sogar die Schulter, und im Daumen ist keine Kraft mehr. Typisch ist, dass der kleine Finger verschont bleibt und die Beschwerden oft 4-5 Stunden nach dem Einschlafen auftreten. Morgens sind die Finger steif und werden erst langsam wieder beweglich.
Dieses sogenannte Karpaltunnel-Syndrom wird normalerweise durch Überlastung des Handgelenks ausgelöst, z.B. beim Schreiben am Computer und der Schreibmaschine. In der Schwangerschaft liegt der Grund aber eher in der hormonell bedingten Wassereinlagerung im Gewebe. Ein Tunnel für Sehnen und Nerven am Handgelenk wird dadurch enger und klemmt einen der Armnerven, den Medianus-Nerv, ein.
Wir haben viele Tipps, wie Sie dieses Problem lindern oder sogar beheben können.
Nach der Geburt werden Sie damit höchstwahrscheinlich keine Beschwerden mehr haben. Sollte es doch noch so sein, ist selten eine kleine Operation erforderlich, um den Druck auf den Nerven zu nehmen.
Stand: 12/10, BH
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