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Nasenbluten

Viele Schwangere erleben in der Schwangerschaft zum ersten Mal in ihrem Leben, dass es aus der Nase blutet. Durch die Hormonumstellung, das grössere Blutvolumen und die vermehrte Durchblutung der Schleimhäute werden die Blutgefässe in der Nase stark belastet. Kleine Gefässe können so leicht platzen und bluten.

Keine Panik! Ihrem Baby schadet der kleine Blutverlust sicher nicht, und normalerweise hört die Blutung recht schnell auf. Allerdings sollten Sie das ruhig bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung erwähnen. Häufiges Nasenbluten kann nämlich auch auf einen erhöhten Blutdruck hindeuten.

Die besten Hilfsmassnahmen bei starkem Nasenbluten:

  • Beugen Sie den Kopf nach vorne und lassen Sie zuerst das Blut ablaufen.
  • Wenn das Bluten nachlässt, drücken Sie mit den Fingern die Nasenflügel fest zusammen, bis es ganz aufhört.
  • Wenn zur Verfügung, legen Sie kalte Umschläge oder Eis in den Nacken oder auf die Nase. Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefässe verengen und die Blutung aufhört.
  • Ein alter Hausmitteltrick: Wickeln Sie einen Gummiring fest um das obere Glied des kleinen Fingers der Hand, die dem blutenden Nasenloch gegenüberliegt. Das Gummi muss so fest sitzen, dass kein Blut mehr in die Fingerspitze fliessen kann, darf aber nur kurz dort bleiben, damit das Gewebe nicht abstirbt.
  • Wenn bei starkem Nasenbluten das Blut in den Rachen fliesst, sollten Sie es möglichst nicht schlucken, sondern ausspucken, damit Ihnen nicht übel wird.
  • Vermeiden Sie für einige Stunden, sich die Nase zu putzen. Durch den starken Druck beim Schnäuzen können sich sonst gerade angetrocknete Blutkrusten lösen und die Blutung beginnt erneut.

Wenn das Nasenbluten nicht innert 20 Minuten zu stillen ist, sollten Sie ärztliche Hilfe suchen. Mit einem Druckverband (Tamponade) oder Verödung der blutenden Gefässe kann Ihnen dann geholfen werden. Vorbeugend gegen Nasenbluten hilft, viel zu trinken

Stand: 12/10, BH

 



 

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