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Kopfschmerzen

Hormonelle Veränderungen verstärken die Durchblutung der Schleimhäute. Das macht die Nasenschleimhäute anfälliger, so dass Sie eventuell häufiger unter einer verstopften Nase oder entzündeten Nebenhöhlen leiden werden. Das wiederum kann Kopfweh verursachen. Weitere mögliche Ursachen für Kopfschmerzen sind Erschöpfung oder eine schlechte Körperhaltung.

Gehen Sie bei Kopfweh an die frische Luft oder legen Sie sich hin. Regelmässige Bewegung, aber auch Entspannung und Ruhepausen sowie eine bewusste Körperhaltung können helfen. Eine kalte Kompresse oder Pfefferminzöl auf der Stirn wirkt oft Wunder. Akupunktur, Lymphdrainagen und Entspannungsübungen sind zu empfehlen. Und vermeiden Sie selbstverständlich die bekannten Auslöser von Kopfschmerzen wie Alkohol und Nikotin.

Zwar sollten Sie während der Schwangerschaft (ausser in Notfällen) auf Medikamente so weit es geht verzichten, jedoch ist die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol (z.B. Dafalgan, Panadol, ben-u-ron) entsprechend der Packungsbeilage (eine bis zwei Tabletten alle vier Stunden) aus ärztlicher Sicht unbedenklich. Als Mittel der zweiten Wahl ist Ibuprofen erlaubt, allerdings nicht mehr im letzten Schwangerschaftsdrittel. Diclofenac und Indometacin, beide sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), führen nicht zu kindlichen Fehlbildungen, können aber möglicherweise eine Fehlgeburt auslösen. Gegen Ende der Schwangerschaft sind NSAR nicht mehr erlaubt: Sie können die Wehen hemmen und die Geburt verlängern, das Blutungsrisiko erhöhen und beim Kind zu einem angeborenen Herzfehler führen. Praktisch dasselbe gilt für Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS) zur Behandlung von Kopfschmerzen, anderen Schmerzen oder Fieber. Dieses Medikament darf aber in sehr geringer Dosierung (low dose, d.h. 40-150 mg/Tag) auch im letzten Schwangerschaftsdrittel eingesetzt werden, nämlich zur Vermeidung einer Präeklampsie oder bei Thromboseneigung.

Bitte lesen Sie auch unsere Informationen für Schwangere mit Migräne.

Achtung: Treten in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft aber Kopfschmerzen auf, die ungewöhnlich stark sind, über einen längeren Zeitraum andauern oder von Übelkeit und Brechreiz begleitet sind, sollten Sie sofort Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Ihre Hebamme benachrichtigen. Es besteht die Gefahr, dass eine ernsthafte Schwangerschaftskomplikation vorliegt, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Präeklampsie.

Bitte lesen Sie dazu auch in unserem Bereich "Aktuelles":
Schwangerschaft und Stillen bessert häufig Migräne

Weniger Migräneanfälle in der Schwangerschaft

Stand: 12/10, BH

 



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